Stefan Teuber von „wohnfeelosophie“ spricht über die Vorteile von Designmöbeln.
GRAZ. Stefan Teuber, der Betreiber von „wohnfeelosophie“ in der Färbergasse, zeigt auf, warum Designmöbel eine lohnende Investition darstellen. In einem Gespräch während eines Business-Lunch erläutert er, welche Zeitlosen Möbelstücke ihren Preis wert sind und wie man mit hochwertigen Produkten ein angenehmes Wohnklima schaffen kann.
- Frage: Ihr Geschäft wirkt von außen sehr hochpreisig. Warum sollte man es trotzdem betreten?
Stefan Teuber: Es gibt für jeden Kunden die passenden Möbel. Das persönliche Gespräch ist entscheidend, denn bei so persönlichen Dingen ist es wichtig, dass man sich wohlfühlt. Zusammen mit den Kunden erarbeiten wir, wie wir durch passende Möbel eine Wohlfühlatmosphäre in deren Wohnräume schaffen. Und das muss nicht immer teuer sein.
- Welche Möbel und Hersteller führen Sie in Ihrem Sortiment?
Ich arbeite ausschließlich mit kleinen Familienunternehmen aus Europa, von deren Produkten ich überzeugt bin. Meistens habe ich die Produktion vor Ort besucht, um sicherzustellen, dass ich nur funktionale Möbel verkaufe. Besonders gefragt ist USM Haller, ein konfigurierbarer Designklassiker, dessen Werte über Jahrzehnte hinweg erhalten bleiben. Man kann zum Teil 50 Jahre alte Möbel von USM Haller zum gleichen Preis oder manchmal sogar zu einem höheren Preis wiederverkaufen. Zudem biete ich Schramm-Betten, Bauhaus-Möbel und Stücke von den Gebrüdern Thonet an.
- Kommen Kunden nach dem Kauf wegen der Langlebigkeit nicht wieder?
(Lacht) Als Geschäftsmodell ist es vielleicht nicht optimal, auf Langlebigkeit und Wertbeständigkeit zu setzen, aber aus Sicht der Kundenzufriedenheit ist es sehr sinnvoll. Ich verkaufe nur, von dem ich selbst überzeugt bin. Sollte ein Kunde etwas wünschen, von dem ich überzeugt bin, dass es keine gute Idee ist, werde ich diesem Wunsch nicht nachkommen. In den meisten Fällen hören die Kunden auf meine Empfehlungen und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
- Wie entwickeln Kunden ihren „Designgeschmack“ bei Ihnen?
Ja, das kann man so sagen. Kunden, die ihr erstes Stück kaufen, fühlen sich darüber sehr erfreut. Es macht Spaß, sich an Möbelstücken zu erfreuen, die auch nach Jahren und Jahrzehnten noch gefallen. Daher investieren sie gerne in solche Teile.
- Was halten Sie von Nachbildungen von Designermöbeln?
Gar nichts (lacht). Ich mag nichts Falsches. Ich empfehle jedem, lieber auf ein hochwertiges Möbelstück zu sparen, als Plagiate zu erwerben. Nichts kann mit dem Original mithalten, und Designklassiker behalten immer ihren Wert.
- Wie wohnen die Grazer?
Das Wohnverhalten der Grazer ist sehr unterschiedlich, und das ist das Schöne an meiner Arbeit. Es ist immer eine Überraschung, mit welchen Vorlieben und Anforderungen die Kunden kommen. Das Qualitätsbewusstsein der Grazern, kombiniert mit ihrem Sinn für das Schöne und Langlebige, ermöglicht es, ansprechende Wohnräume zu schaffen. Je nach Wunsch gestalte ich entweder die komplette Einrichtung oder entwickle individuelle Konzepte. Ich arbeite auch mit einer Tischlerei in der Umgebung zusammen und biete maßgefertigte Möbel an. Der Austausch mit anderen Kollegen der Grazer Branche ist ebenfalls sehr konstruktiv.
- Was ist Ihre Lieblingsdesignmarke?
Ich bin ein großer Fan von Vipp, einem dänischen Familienunternehmen, das seit 1939 für Design und Qualität steht.
Im Steckbrief
Stefan Teuber
Stefan Teuber hat eine duale Ausbildung absolviert, beginnend als Maschinenschlosser und anschließend mit einem Studium der Physik. Der 59-Jährige stammt aus dem Münsterland und kam aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit nach Graz, wo er 2018 als Quereinsteiger die „wohnfeelosophie“ übernahm. Teuber, verheiratet und Vater von drei Kindern, hat eine Leidenschaft für das Wandern und Gärtnern. Sein Zuhause ist nordisch schlicht eingerichtet, und er arbeitet an innovativen Ideen, darunter die Entwicklung einer Steinoberfläche („Stoneblock“) für USM Haller Möbel.


