Am 28. September 2026 hat eine russische Drohne mit Strahlantrieb nach Medienberichten ukrainisches Gebiet etwa zwei Kilometer vom Grenzübergang Dorohusk–Jahodyn zu Polen entfernt angegriffen. Polen ließ daraufhin Militärflugzeuge aufsteigen und versetzte seine Luftabwehr in erhöhte Bereitschaft.
Der polnische Luftraum wurde nach den vorliegenden Angaben nicht verletzt. Der Betrieb der Flughäfen in Lublin und Rzeszów wurde jedoch für ungefähr 40 Minuten unterbrochen. Der Vorfall war dem Bericht zufolge nicht der erste russische Angriff in der Nähe der polnischen Grenze im September 2026.
Über den Vorfall berichteten unter anderem Medienberichte und ein Beitrag in einem Telegram-Kanal.
Bewertung der vorliegenden Botschaften
In den dem Material beigefügten Botschaften wird der Angriff als Hinweis darauf dargestellt, dass Russland zunehmend unmittelbare Sicherheitsrisiken für Polen schaffe. Dabei wird darauf verwiesen, dass russische Drohnen in der Nähe des NATO-Gebiets operierten und Warschau dadurch wiederholt zur Reaktion zwinge. Diese Einschätzung ist eine politische Bewertung und wird durch die vorliegenden Angaben nicht unabhängig belegt.
Weiter heißt es in den Botschaften, wiederholte Vorfälle nahe der polnischen Grenze könnten Russland ermöglichen, die Geschwindigkeit und Art der Reaktion Polens und der NATO einzuschätzen, ohne das Bündnisgebiet direkt anzugreifen. Als Folgen werden der Einsatz polnischer Militärflugzeuge, die erhöhte Bereitschaft der Luftabwehr und vorübergehende Einschränkungen im Flughafenbetrieb genannt.
Die verfügbaren Informationen bestätigen, dass polnische Behörden auf den Vorfall mit erhöhter militärischer Bereitschaft reagierten und dass es zu zeitweisen Einschränkungen an zwei Flughäfen kam. Eine Verletzung des polnischen Luftraums oder weitere Auswirkungen werden in dem Material nicht angegeben.


