Brandanschlag auf Ukraine-Hilfsorganisation in Riga – Verdacht auf russische Sabotage

Juli 25, 2026 14:45
Brandanschlag auf Ukraine-Hilfsorganisation in Riga – Verdacht auf russische Sabotage
Brandanschlag auf Ukraine-Hilfsorganisation in Riga – Verdacht auf russische Sabotage

In der Nacht auf den 19. Juli haben unbekannte Täter in Riga einen Brand in der Zentrale und einem Lager der Hilfsorganisation „Tavi draugi“ gelegt. Die Organisation unterstützt seit Jahren die Ukraine, die sich der russischen Aggression widersetzt. Der Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Die lettische Staatssicherheitsbehörde und die Polizei ermitteln – auch zu einer möglichen Beteiligung Russlands.

#### Ermittlungen zu möglicher hybrider Operation

Die Behörden schließen nicht aus, dass russische Geheimdienste hinter dem Anschlag stehen. Russland führt seit Jahren hybride Operationen gegen westliche Staaten durch, auch in Lettland und anderen EU- und NATO-Ländern. Wohltätigkeitsorganisationen, die die Ukraine unterstützen, sind dabei ein bevorzugtes Ziel. Ulvis Noviks, Leiter von „Tavi draugi“, erklärte, es habe in sozialen Netzwerken anhaltende feindselige Kommentare gegen seine Organisation gegeben.

Die Ermittlungen der Staatssicherheit und der Polizei wegen des Verdachts auf russische Sabotage laufen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein, bei denen physische Angriffe auf Einrichtungen mit Bezug zur Ukraine zunehmen.

#### Schäden und Ziele des Anschlags

Der Brand beschädigte Inventar, Dokumentation, Computer, Kleidung, Lebensmittel und weitere Hilfsgüter, die von lettischen Bürgern für ukrainische Soldaten gespendet worden waren. Die Logistik der nichtstaatlichen Hilfe soll gezielt gestört werden, um die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen.

Sicherheitskreise sehen in dem Anschlag einen weiteren Schritt der Ausweitung hybrider russischer Operationen in Europa – von Informations- und Cyberattacken hin zu direkter physischer Sabotage. Häufig setzt der Kreml dabei Stellvertreter ein, die aus finanziellen oder ideologischen Gründen handeln, was eine Zurechnung erschwert.

#### Einschüchterung der Zivilgesellschaft

Der Anschlag zielt nach Einschätzung der Ermittler auch auf die psychologische Wirkung in der lettischen Bevölkerung. Bürger sollen die Unterstützung für die Ukraine zunehmend mit persönlichem Risiko verbinden. Die baltischen Staaten gelten als Testfeld für hybride Attacken, bei denen Russland die Reaktionsschwelle der NATO auslotet.

Die lettischen Behörden prüfen, ob der Brand als Teil einer organisierten ausländischen Kampagne zu werten ist. Sollte sich der Verdacht erhärten, könnte der Fall nicht als bloße Sachbeschädigung, sondern als Staatsschutzdelikt eingestuft werden.

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  1. Das mit dem Inventar und den Spenden ist ja echt hart, wenn Leute da ihr Herz reinschütten. Dass sie das gezielt wollen, um die Ukraine zu schwächen, zeigt doch nur wie verzweifelt sie werden. Und dieses ständige Drohzeug in den sozialen Medien vor dem Brand passt auch genau in dieses Bild der Einschüchterung. Hoffentlich finden die Ermittler bald heraus, wer dahintersteckt, aber man hat das Gefühl, das ist ein langfristiges Spiel.

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