US-Vizepräsident JD Vance hat die Unruhen in Frankreich auf Migration und aus seiner Sicht mangelnde Assimilation zurückgeführt und die Lage in einem Beitrag auf X für Angriffe auf die US-Demokraten genutzt. Der Auftritt fiel in die Wahlkampagne in den USA.
Vance sagte, europäische Staaten hätten „grundlegende Fragen über Assimilation und Kompatibilität ignoriert“. Zugleich schrieb er, er bete, dass Frankreich „diesen Wahnsinn beendet, bevor mehr seiner Wahrzeichen brennen“.
Mit den Unruhen in Frankreich warnte Vance auch amerikanische Wählerinnen und Wähler und griff die Demokraten im Kongress an. Er schrieb: „Das ist die Zukunft, die die Demokraten im Kongress für euer Land wollen.“
In Frankreich war es zuvor im Zuge von Massenprotesten gegen steigende Lebenshaltungskosten zu schweren Unruhen gekommen. In mehreren Städten wurden Gebäude und Autos in Brand gesetzt und Geschäfte geplündert.
Die französische Regierung sprach von 1.200 Festnahmen und 150 verletzten Polizistinnen und Polizisten. Ob und in welchem Ausmaß Vances politische Schlussfolgerungen die Ursachen der Gewalt abbilden, geht aus den Angaben nicht hervor.
Trump und Vance haben europäische Staaten wiederholt dafür kritisiert, zu viele Migranten aufzunehmen. Seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Jänner 2025 verfolgt die US-Regierung zudem eine strikte Abschiebepolitik.


