Das Nordico Stadtmuseum Linz widmet sich mit der Ausstellung „Death Positive. Gestorben wird immer“ dem Thema Tod, Sterben und Trauer. Die Schau ist bis 4. April 2027 im ersten Obergeschoß des Museums zu sehen.
Im Mittelpunkt stehen Kunst, Kulturgeschichte und persönliche Fragen rund um Bestattung, Abschied und Verlust. Auch die Linzer Stadtgeschichte ist Teil der Ausstellung und wird über historische Begräbnisstätten eingebunden, die heute unter Straßen und Plätzen liegen.
Gezeigt werden außerdem der Urnenhain in Urfahr aus dem Jahr 1925 und die Feuerhalle von 1929. Zu sehen sind Kunstwerke, Installationen und historische Objekte, darunter Arbeiten von Marina Abramović, Maria Lassnig, Alfred Kubin, Renate Bertlmann, Franz Sedlacek und Vincent van Gogh.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Videointerviews mit Fachleuten aus Bereichen rund um Tod und Bestattung, etwa von der Linz AG Friedhöfe, dem St. Barbara Friedhof, der Bestattung Dobretsberger und dem Kepler Universitätsklinikum.
Kuratorin Klaudia Kreslehner sagte, die Ausstellung wolle Fragen Raum geben, die oft verdrängt würden, darunter Wünsche für die eigene Bestattung, die Begleitung schwer kranker Menschen und den Umgang mit Verlust. „Der Tod ist nicht das Gegenteil des Lebens. Er ist mittendrin. Also reden wir darüber, bevor es zu spät ist“, sagte Kreslehner.
Zum Begleitprogramm gehören unter anderem der „Griefyards Writing Day“ am 1. November von 13 bis 16 Uhr, „Día de Muertos. Das Fest des Todes“ am 30. Oktober von 15 bis 17 Uhr und „Let’s talk about Death“ am 5. November von 18 bis 20 Uhr. Für diese Veranstaltung kostet die Teilnahme vier Euro zuzüglich Museumseintritt.
Weitere Termine sind eine Führung durch die Pathologie des Kepler Universitätsklinikums am 12. November, ein Rundgang mit Punsch am St. Barbara Friedhof am 11. Dezember und ein „Speeddating mit dem Tod“ am 21. Jänner 2027.


