Der „Goldene Oktober“ zeigt sich in Österreich derzeit nur phasenweise. Für sonnige Herbststunden sind die Chancen laut dem Beitrag am Wochenende vor allem im Osten besser, während es im Westen und in den Nordalpen wechselhafter bleiben soll.
Das Zusammenspiel aus ruhiger Schönwetterlage, herbstlicher Blattfärbung und warmem, flach einfallendem Sonnenlicht sorgt für den besonderen Eindruck. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, ziehen sich Bäume auf den Winter vor und stellen die Chlorophyllproduktion schrittweise ein.
Mit dem Abbau des Chlorophylls werden andere Farbstoffe sichtbar: Carotinoide lassen Blätter gelb und orange erscheinen, Anthocyane sorgen für Rot- bis Violetttöne. Braune Blätter entstehen durch weitere chemische Abbauprozesse.
Hinzu kommt die tiefere Stellung der Sonne im Herbst. Ihre Strahlen treffen dann in einem flacheren Winkel auf die Erde und legen rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurück.
Dadurch werden Blau- und Violettanteile stärker gestreut, während Rot und Orange eher beim Auge ankommen. So wirkt das Licht golden, orange oder rötlich; zusätzlich können Staub, Dunst und feine Wassertröpfchen es weicher und diffuser erscheinen lassen.
Besonders kräftig fällt die Färbung aus, wenn sonnige, trockene Tage von kühlen Nächten gefolgt werden. Für einen Spaziergang empfiehlt sich laut dem Beitrag vor allem der späte Nachmittag, wenn das niedrige Licht das gefärbte Laub besonders intensiv zum Leuchten bringt.


