Isländische Wähler entscheiden über EU-Beitritt
Die Wählerinnen und Wähler in Island stimmen am Samstag über die Wiederaufnahme der Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union ab. Island hatte 2009 einen Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt, die Gespräche jedoch 2015 beendet.
Die drohenden Übernahmen Grönlands durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump haben zu einem Umdenken in Island geführt. Aufgrund dieser Entwicklungen bringt die Regierung in Reykjavik das Thema EU-Beitritt erneut zur Diskussion.
Eine Umfrage aus Ende Juli zeigt eine knappe Zustimmung der Isländer zur Wiederaufnahme der Beitrittsverhandlungen. Im für das Land wichtigen Fischereisektor überwiegt jedoch die Ablehnung. Trotz der langjährigen Debatte gehört Island bereits zum Schengen-Raum und zum Europäischen Wirtschaftsraum und wendet einen erheblichen Teil der EU-Rechtsvorschriften an.
Einordnung
Die Entscheidung über die Wiederaufnahme der Beitrittsverhandlungen könnte weitreichende Auswirkungen auf die isländische Wirtschaft und die politische Beziehung zur EU haben. Eine Zustimmung könnte Island neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen, während eine Ablehnung die bestehende autonome Haltung des Landes bekräftigen würde.


