Keiko Fujimori gewinnt Präsidentschaftswahl in Peru
Die peruanische Wahlbehörde hat Keiko Fujimori zur Siegerin der Präsidentschaftswahl erklärt. Fujimori erhielt 50,13 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Roberto Sanchez, der 49,86 Prozent erzielte, durch.
Die 51-jährige Fujimori ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der von 1990 bis 2000 regierte. Ihre Amtszeit war geprägt von einer harten Linie gegen linke Rebellen und wirtschaftlichen Reformen, jedoch auch von schweren Vorwürfen wegen Menschenrechtsverletzungen. Ihre Wahl fand am 7. Juni statt, wobei sie mit weniger als 50.000 Stimmen Vorsprung siegte.
Fujimori kündigte im Falle eines Wahlsieges Maßnahmen gegen Kriminalität und unerlaubte Migration an. Ihr Herausforderer Sanchez setzte sich für die Rechte der ärmeren Bevölkerung ein und forderte Reformen im Polizei- und Justizwesen. Er wurde von Unterstützern des inhaftierten Ex-Präsidenten Pedro Castillo unterstützt.
Der Wahlkampf war von Gewalt und Unzufriedenheit mit den politischen Verhältnissen geprägt. In den letzten acht Jahren wechselten acht Präsidenten, wobei keiner eine volle Amtszeit beenden konnte. Fujimori, die sich einst von ihrem Vater distanzierte, berief sich im Wahlkampf auf dessen Erbe.
Einordnung
Fujimoris Sieg kennzeichnet einen weiteren Rechtsruck in Lateinamerika. Der politische Außenseiter Abelardo de la Espriella wurde ebenfalls in Kolumbien gewählt. Beide Wahlergebnisse reflektieren die wachsende Besorgnis der Wähler vor Kriminalität und Instabilität in der Region.


