Iran droht mit Rache nach tödlichem Angriff auf Hochzeitsfeier
Der Chef der iranischen Revolutionsgarden, Ahmed Vahidi, kündigte Rache für den tödlichen Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Süden des Iran an, den Teheran den USA zuschreibt. Bei dem Vorfall am Dienstagabend wurden vier Menschen getötet.
Vahidi erklärte, das „reine Blut dieser unterdrückten Märtyrer“ werde „nicht ungesühnt bleiben und sicherlich gerächt werden“. Darüber hinaus wurden 68 Personen verletzt, und iranische Behörden bezeichneten den Angriff als „Kriegsverbrechen“.
Die USA äußerten sich bislang nicht direkt zu dem Vorfall, ein Militärsprecher betonte jedoch, dass das Militär nie Zivilisten ins Visier nehme. Währenddessen berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, dass am Dienstag sechs iranische Marinekräfte bei US-Angriffen getötet wurden, ohne den genauen Standort der Angriffe zu nennen.
Nach Angaben iranischer Staatmedien wurden mindestens 19 Iraner in den Tagen zuvor durch US-Anschläge getötet. Unklar bleibt, ob die sechs Marinekräfte bereits in dieser Zahl enthalten sind.
Einordnung
Dieser Vorfall könnte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Iran und den USA weiter verschärfen. Durch die Drohung mit Vergeltungsmaßnahmen könnte der Konflikt in der Region an Intensität gewinnen.


