Österreich und EU-Partner planen Migrantenrückkehrzentren zur Bewältigung der Migrationskrise

September 4, 2026 01:03
Österreich und EU-Partner planen Migrantenrückkehrzentren zur Bewältigung der Migrationskrise

EU-Staaten beraten über Rückkehrzentren für Migranten

Die Innenminister von Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Griechenland und Österreich treffen sich am Freitag in Kopenhagen, um den Fortschritt bei der Einrichtung von Rückkehrzentren außerhalb der EU zu besprechen. Diese Zentren sollen schnellere Rückführungen von abgelehnten Asylbewerbern ermöglichen.

Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betonte, dass die Rückkehrzentren darauf abzielen, das Geschäftsmodell der Schleppermafia zu zerschlagen. Seit Inkrafttreten des neuen EU-Asylpakts im Juni können Asylverfahren außerhalb der EU durchgeführt werden.

Die Gruppe der fünf Länder bezeichnet sich als „die Umsetzer“ und plant, bis Ende des Jahres ein Partnerland für die Umsetzung der Rückkehrzentren zu finden. Experten und Organisationen, einschließlich Amnesty International, warnen jedoch vor möglichen menschenrechtlichen Risiken.

Der zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner wies darauf hin, dass es klare Richtlinien und Standards bezüglich Menschenrechten gibt, die eingehalten werden müssen. Gleichzeitig gab es bereits durch einige EU-Länder, darunter Frankreich, Kritik an den Plänen für solche Rückkehrzentren.

Laut Karner sind die Rückkehrzentren ein entscheidender Schritt, um das Narrativ der Schlepper zu entkräften, die versprechen, Migranten in Europa bleiben zu lassen. Statistiken zeigen, dass die Abschieberate in der EU im Jahr 2025 trotz eines Anstiegs nur bei 27 Prozent lag.

Einordnung

Die geplanten Rückkehrzentren könnten die Art und Weise verändern, wie Europa mit Migranten umgeht. Die Effizienz der Rückführungen und der Druck auf Schleppernetzwerke könnten steigen. Jedoch sind menschenrechtliche Bedenken und die Frage der Einhaltung internationaler Standards zentrale Herausforderungen, die nicht ignoriert werden dürfen.

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