Papst Leo XIV. besucht Lourdes und trifft Opfer sexuellen Missbrauchs
Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise besucht Papst Leo XIV. den Wallfahrtsort Lourdes. Dort wird er mit sieben Personen zusammentreffen, die in ihrer Kindheit Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester oder Lehrer an katholischen Schulen wurden.
Die katholische Kirche in Frankreich hat sich seit Jahren mit der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen befasst. Eine Kommission hat die Zahl der Betroffenen seit 1950 auf 330.000 geschätzt. Ziel dieser Bemühungen ist es, die Vorfälle transparent zu machen und den Opfern eine Stimme zu geben.
Nach einer Messe mit 800.000 Menschen in Paris am Samstag wird der Papst am Sonntag in Lourdes eine weitere Messe im Freien feiern. Neben den Gesprächen mit Missbrauchsopfern wird er auch mit Helfern zusammentreffen, die sich um Pilger mit Krankheiten oder Behinderungen kümmern. Am Abend nimmt Leo XIV. an einer traditionellen Fackelprozession teil.
Einordnung
Durch den Besuch in Lourdes und das Treffen mit den Opfern unterstreicht der Papst das Engagement der katholischen Kirche zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um Vertrauen wiederherzustellen und die Glaubwürdigkeit der Kirche zu stärken.


