Russland setzt Angriffe auf Kiew fort
Nach einer dreitägigen Unterbrechung hat Russland seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wieder aufgenommen. Der ukrainische Katastrophenschutz berichtete am Montagabend über Angriffe mit Drohnen auf die Bezirke Boryspil und Fastiw.
Die staatliche Nachrichtenagentur Tass bestätigte, dass die von Präsident Wladimir Putin angeordnete Angriffspause beendet sei. Laut der Kiewer Militärverwaltung wurde aufgrund der Drohungen ein Luftalarm in der Hauptstadt ausgelöst. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen.
Putin hatte die Angriffe vor Kurzem für drei Tage eingestellt, um Kontakte mit einer US-Delegation zu ermöglichen, die in Kiew erwartet wurde. Die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff reisten am Wochenende nach Russland und erstmals auch in die Ukraine, um neue Vorschläge zur Beendigung des Konflikts zu unterbreiten.
Witkoff bezeichnete die Gespräche als erfolgreich, und es besteht die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche. Trotz dieser Bemühungen hat es in der Vergangenheit keinen signifikanten Durchbruch in den Verhandlungen gegeben, die seit dem Beginn des Konflikts im Februar 2022 leider andauern.
Einordnung
Die Wiederaufnahme der Angriffe durch Russland signalisiert eine Eskalation der militärischen Aktivitäten und zeigt, dass diplomatische Bemühungen um eine Konfliktbeilegung bisher erfolglos geblieben sind. Die andauernden militärischen Auseinandersetzungen haben Auswirkungen auf die Sicherheitslage in der Region und die internationalen Verhandlungen.


