Im Streit um die steirische Landeshymne äußerte sich der scheidende Botschafter Sloweniens in Wien, Aleksander Geržina, kritisch über den Beschluss der FPÖ-ÖVP-Landeskoalition, das Dachsteinlied zu unterstützen. Dieses Lied besingt einen erheblichen Teil des heutigen slowenischen Staatsgebiets als steirisch. Geržina kommentierte, dass die Slowenen von diesem Beispiel lernen könnten und eine eigene Hymne namens „Rož, Podjuna, Zila“ zur Staatshymne machen könnten. Dies könnte die Zusammenarbeit im slowenisch-steirischen Komitee jedoch auf unbestimmte Zeit verhindern, so der Botschafter in einem Gespräch mit der APA.
ÖVP-Position sorgt für Enttäuschung
Geržina äußerte sich „gewundert und geschmerzt“ über die Haltung der ÖVP, die in der Hymnendiskussion mitregiert. Er betonte, dass die ÖVP immer eine wichtige europäische Kraft war und Slowenien während dessen Demokratisierungs- und Unabhängigkeitsprozess unterstützte. „Dass die Volkspartei ihre Position so ändert und ein Jahrhundert oder mehr zurückkehrt, das kann ich beim besten Willen nicht verstehen“, fügte Geržina hinzu. Er hatte ein Eingreifen der Bundespartei erwartet.


