Russische Angriffe auf Kiew und Charkiw fordern mehrere Todesopfer
Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf Kiew und den nordöstlichen Regionen der Ukraine am Donnerstag sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Angriffe führten zudem zu erheblichen Schäden an der Infrastruktur, darunter eine Geburtsklinik in Kiew und ein Gemüselager in Charkiw.
In Kiew wurden nach Aussagen von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens zwei Menschen getötet. In der Region Charkiw zählte die Staatsanwaltschaft mindestens sechs Tote und zwölf Verletzte. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, berichtete, dass ein Opfer auf dem Parkplatz der beschädigten Geburtsklinik starb, während Patienten und medizinisches Personal nicht verletzt wurden.
Die ukrainische Luftwaffe meldete, dass die Angriffswelle in der Nacht Hyperschall- und ballistische Raketen sowie 282 Drohnen umfasste. Das russische Verteidigungsministerium gab an, dass die eigenen Streitkräfte militärische Einrichtungen sowie Logistik- und Kommunikationszentren in der Ukraine bombardierten. Auch in den Regionen Riwne, Wolyn und Odessa wurden Schäden an der Infrastruktur festgestellt.
Die Angriffe hatten auch Auswirkungen auf Nachbarstaaten. Die moldauische Präsidentin Maia Sandu berichtete von vier russischen Drohnen, die in den Luftraum Moldawiens eindrangen, wobei mindestens eine Drohne explodierte. In Rumänien kam es zu einem Absturz einer Drohne nahe der Grenze zur Ukraine, und Polen ließ aufgrund der Angriffe Kampfflugzeuge aufsteigen.
Einordnung
Die eskalierenden Angriffe verschärfen die humanitäre Krise in der Ukraine und gefährden die zivile Infrastruktur. Selenskyj forderte eine verstärkte Unterstützung durch die USA, insbesondere in Form von Abwehrsystemen gegen ballistische Raketen, während er gleichzeitig einen möglichen Waffenstillstand im Schwarzen Meer ansprach.


