Trump fordert Kontrolle über die Straße von Hormuz
Donald Trump kündigte an, die USA würden die Straße von Hormuz übernehmen und für ihre militärische Sicherung bezahlen lassen. Dies erklärte der US-Präsident am Montag im Interview mit dem Fernsehsender Fox News.
Trump betonte, die USA würden als „Wächter der Meerenge“ fungieren und die Kontrolle über diese strategisch wichtige Wasserstraße übernehmen. In einem früheren Drohung hatte er bereits angekündigt, eine Art Maut für die Durchfahrt in Aussicht zu stellen, falls die Verhandlungen mit dem Iran scheitern sollten.
Die iranischen Streitkräfte reagierten umgehend auf Trumps Äußerungen und verneinten, dass die USA in der Region eingreifen könnten. Ein Sprecher des iranischen Militärs erklärte, ein solches Eingreifen würde unter keinen Umständen toleriert werden und jede Zusammenarbeit der Golf-Staaten mit den USA als „Kriegshandlung“ gewertet.
Die Spannungen zwischen den beiden Ländern hatten sich in den letzten Tagen verschärft. Nach Berichten der US-Streitkräfte wurden in der Nacht zum Montag mehrere Ziele im Iran angegriffen, was zu mindestens vier Todesopfern führte. Im Gegenzug griffen die iranischen Revolutionsgarden amerikanische Militäranlagen in Jordanien, Kuwait, Bahrain und Oman an.
Die aktuelle Situation stellt ein Rahmenabkommen infrage, das ursprünglich im Juni zwischen den USA und dem Iran unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen sollte innerhalb von 60 Tagen zu einem Friedensvertrag führen und die Schließung der Straße von Hormuz aufheben.
Einordnung
Die Aussage von Trump könnte die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten weiter intensivieren. Der Iran sieht sich nicht mehr an das vorherige Abkommen gebunden, was die Wahrscheinlichkeit eines offenen Konflikts zwischen beiden Länder erhöht. Die Entwicklungen haben unmittelbare Auswirkungen auf den internationalen Ölhandel und die geopolitische Stabilität in der Region.


