Iran stellt Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormuz
Bereits sechs Monate nach Beginn des Iran-Kriegs hat Teheran den wirtschaftlichen Druck der USA als unwirksam abgewiesen. Präsident Masoud Pezeshkian erklärte am Mittwoch, Washington werde mit diesem Druck „nichts erreichen“.
Unterdessen führen der Iran und Oman Gespräche über einen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz. Pezeshkian betonte, dass die Iraner dem wirtschaftlichen Druck weiterhin Widerstand leisten würden, wobei das Land nach Lösungen durch Austausch und Verhandlungen strebe.
US-Finanzminister Scott Bessent kündigte am Montag eine „wirtschaftliche Erstickung“ des Iran an, die durch verschärfte Sekundärsanktionen auch ausländische Geschäftspartner behelligen soll. Diese Sanktionen zielen unter anderem auf die Bereiche Gold, Technologie, digitale Vermögenswerte, Luftfahrt und Schifffahrt ab. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen umfassenden „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran angekündigt.
Die Gespräche über den Schifffahrtskorridor werden von den iranischen Revolutionsgarden begleitet, die bereits Vereinbarungen über die Anteile des Iran und Omans an den Gewässern der Straße von Hormuz getroffen haben. Omans Außenminister Badr al-Busaidi äußerte die Hoffnung, einen solchen Korridor „bald“ ankündigen zu können. Gleichzeitig wiesen die Revolutionsgarden die USA der Behinderung eines Abkommens bezichtigt.
Einordnung
Die Situation in der Straße von Hormuz bleibt angespannt, da der Iran vor der vollständigen Öffnung der Meerenge Bedingungen an Washington knüpft. Der Konflikt betrifft nicht nur den Handel, sondern auch die globalen Öl- und Flüssiggastransporte, die stark eingeschränkt sind.


