Trump soll Millionen für Hinweise auf angeblichen Wahlbetrug in Aussicht gestellt haben

Oktober 27, 2026 03:19
Close-up of Donald Trump speaking outdoors.

Donald Trump soll vor den kommenden Kongresswahlen in den USA Millionen von Dollar für Hinweise auf angeblichen Wahlbetrug in Aussicht gestellt haben. Der US-Präsident hat nach Darstellung des Berichts nicht erklärt, wie das mögliche Geld finanziert werden könnte.

Trump behauptet seit längerem, dass Demokraten und ausländische Mächte Wahlen in den USA zu seinen Ungunsten beeinflussen. Belege für weit verbreiteten Wahlbetrug hat er laut dem Bericht nicht vorgelegt.

Zugleich hält Trump an der weithin widerlegten Behauptung fest, er habe die Präsidentschaftswahl 2020 gegen Joe Biden gewonnen. In den USA wird am kommenden Dienstag das Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der Sitze im Senat neu gewählt.

Bereits im September hatte Trump allen US-Bürgern 5.000 Dollar versprochen, falls seine Republikaner ihre Mehrheit im Kongress verteidigen. Die Opposition warf ihm danach versuchten Wählerkauf vor.

Nach Einschätzung vieler Wahlforscher könnten die Demokraten zumindest das Repräsentantenhaus zurückerobern und möglicherweise auch den Senat. Das würde die zweite Amtszeit Trumps prägen; verliert er in einer der beiden Kammern die Mehrheit, kann er dort keine größeren Gesetze durchbringen.

Vor der Wahl startete Trump zudem mehrere Initiativen, die angeblichen Wahlbetrug erschweren sollten. Ein Gesetz mit strengeren Nachweisen zur US-Staatsbürgerschaft scheiterte im Kongress, und der Supreme Court stoppte einen Plan, der der US-Post weitreichende Befugnisse zur Kontrolle der Briefwahl gegeben hätte. Kritiker sahen darin Versuche, wahlberechtigte US-Bürger vom Abstimmen abzuhalten.

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