Wie Antizionismus von Hitler bis Stalin ideologisch verankert wurde

Oktober 29, 2026 04:44
Black-and-white photo of large portraits of Joseph Stalin and Adolf Hitler with a person standing between them.

Ein Kommentar zeichnet Antizionismus als ideologische Linie nach, die sich von Adolf Hitler über Lenin bis Stalin zieht. Wer sich heute politisch darauf berufe, bewege sich in einer belasteten Tradition, heißt es in dem Text.

Der Beitrag stellt die Ablehnung des Zionismus als Verbindung zwischen zwei gegensätzlichen Lagern dar: Nationalsozialisten und Kommunisten. Beide Strömungen hätten aus unterschiedlichen Gründen dasselbe Ziel verfolgt, nämlich die Idee eines jüdischen Nationalstaats zu delegitimieren.

Hitler habe die Vorstellung eines jüdischen Staates als Teil seiner antisemitischen Verschwörungsfantasie gesehen. In dem Text wird er mit dem Satz zitiert: „Sie haben in Wirklichkeit nicht die Absicht, in Palästina einen jüdischen Nationalstaat zu errichten, sie wollen eine zentrale Organisation schaffen, die sich der Kontrolle anderer Staaten entzieht.“

Auch Lenin wird in dem Beitrag als Gegner des Zionismus beschrieben. 1903 habe er das Ziel einer jüdischen Nation als „völlig falsch und reaktionär“ bezeichnet und argumentiert, Zionismus widerspreche den Interessen des jüdischen Proletariats.

Zur sowjetischen Politik hält der Text fest, dass die Sowjetunion 1947 die Teilung Palästinas unterstützt und 1948 Israel anerkannt habe. Später, als sich Israel dem Westen angenähert habe, seien Zionisten als Agenten des amerikanischen Imperialismus und des internationalen Kapitals verurteilt worden.

Unter Stalin seien jüdische Künstler und Intellektuelle verfolgt und ermordet worden, schreibt der Beitrag. Zionismus sei dabei zu einem politischen Verdachtsbegriff geworden, mit dem Juden angegriffen worden seien, ohne ihre Herkunft offen als Grund zu nennen.

Als Beispiel für diese Linie nennt der Text eine Erklärung des sowjetischen UN-Botschafters Jakow aus dem Jahr 1975. Er habe gesagt: „Wir sind Antizionisten und keine Antisemiten.“ Ergänzend wird ihm die Aussage zugeschrieben: „Der Zionismus sei faschistisch und rassistisch.“

Der Kommentar verbindet diese historische Darstellung mit der Gegenwart und warnt davor, Antizionismus zu einem politischen Credo zu machen. Wer sich etwa auf dem Parteitag der britischen Green Party im Oktober als „antizionistisch“ bezeichne, so der Text, stelle sich in eine bemerkenswerte ideologische Gesellschaft.

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