Sommerschule in der Steiermark: Teilnahme erstmals verpflichtend
Ab 31. August beginnt für 7.671 Schülerinnen und Schüler in der Steiermark die Sommerschule, zwei Wochen vor dem regulären Schulstart. In der Regel findet der Unterricht von 8 bis 12 Uhr statt, um Lernstoff zu wiederholen, Lücken zu schließen und den Einstieg ins neue Schuljahr zu erleichtern.
Unter den Teilnehmenden sind 1.780 Kinder und Jugendliche aus Deutschförderklassen, deren Teilnahme heuer erstmals verpflichtend ist. Diese Schülerinnen und Schüler wurden von den Schulleitungen automatisch angemeldet, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und sie besser auf den Unterricht vorzubereiten.
Die Zahl der Anmeldungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.612 gestiegen. Laut Bildungsdirektion spiegelt dies einen hohen Bedarf an zusätzlicher Förderung wider, stellt jedoch auch eine organisatorische Herausforderung für die Schulen dar. Insgesamt sind 879 Lehrpersonen in den steirischen Sommerschulen im Einsatz.
„Die Sommerschule ist ein wichtiges zusätzliches Förderangebot, aber sie ist kein Selbstläufer“, betont Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner. Die unterschiedlichen Voraussetzungen der teilnehmenden Kinder erforderten eine sorgfältige pädagogische Planung. In kleineren Standorten könnten Mischgruppen mit verschiedenen Schulstufen, Sprachständen und Förderbedürfnissen entstehen.
Einordnung
Mit der Einführung der verpflichtenden Teilnahme für Schülerinnen und Schüler aus Deutschförderklassen wird der Fokus auf die Verbesserung der Sprachkenntnisse gelegt. Dies ist relevant, um die Integration und den akademischen Erfolg dieser Kinder zu fördern, kann jedoch die Schulen vor zusätzliche Herausforderungen stellen.


