Wärmewende-Festival in Donnerskirchen stellte leistbare Wärmeversorgung in den Mittelpunkt

Oktober 13, 2026 02:24
Six people pose in front of Wärmewende-Festival flags outside a building entrance.

Das zweite Wärmewende-Festival hat am vergangenen Wochenende im Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen stattgefunden. Im Zentrum stand die Frage, wie die künftige Wärmeversorgung klimafreundlich, leistbar und sicher gestaltet werden kann.

Der erste Tag richtete sich an Expertinnen und Experten, Gemeinden, Unternehmen sowie interessierte Besucherinnen und Besucher. Auf dem Programm standen Impulsreferate, Diskussionen und ein Familienprogramm.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Bernd Vogl, Marcus Keding und Projektleiterin Marion Schönfeldinger. Haider-Wallner sagte, die Wärmewende dürfe keine Frage des Einkommens sein: „Die Wärmewende darf keine Frage des Einkommens sein. Unser Ziel ist eine klimafreundliche Wärmeversorgung, die für alle Burgenländerinnen und Burgenländer leistbar bleibt. Dafür braucht es klare politische Rahmenbedingungen, gezielte Unterstützung und Lösungen, die bei den Menschen ankommen“.

Vogl betonte, die technischen Lösungen seien vorhanden. „Die Technologien für die Wärmewende sind vorhanden. Jetzt geht es darum, innovative Lösungen aus einzelnen Pilotprojekten in die breite Umsetzung zu bringen. Neben Förderungen braucht es vor allem langfristige Planungssicherheit, damit Gemeinden, Unternehmen und private Haushalte investieren können“, sagte er. Keding verwies auf den Austausch zwischen Forschung, Praxis und Bevölkerung.

Zum Programm gehörten unter anderem die Podiumsdiskussion „Energiekrisen als Chance – Wie gelingt eine resiliente Wärmewende?“ sowie zwei Workshops zu wirtschaftlichen Umsetzungsmodellen, Infrastruktur und politischen Rahmenbedingungen.

Am Samstag öffnete das Festival auch für Familien. Geboten wurden ein Marktplatz der Wärmewende, Informationen zu modernen Heizsystemen, Sanierungsmöglichkeiten und Förderungen sowie Führungen durch den GreenTech BioCampus.

Teil des Programms war auch der Zeichenwettbewerb „Die Heizung der Zukunft“. Daran beteiligten sich 480 Kindergartenkinder aus 15 Wärmewende-Gemeinden. Die Ausstellung „Energiearmut hat viele Gesichter“ rückte zudem die soziale Dimension der Wärmewende und das Risiko von Energiearmut in den Mittelpunkt.

Die Klima- und Energie-Modellregion „Wärmewende Eisenstadt & Umgebung“ umfasst 15 Gemeinden in Nordburgenland. Das Projekt wird von Forschung Burgenland umgesetzt und vom Klima- und Energiefonds gefördert.

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