Ein am 12. Oktober 2026 in Schwaz veröffentlichter Beitrag beschreibt Watten im Zillertal als traditionsreiches, stark sozial geprägtes Kartenspiel und begleitet damit den Beginn der Watterturniere zwischen Herbst und Frühjahr in der Region.
Der Text ordnet Watten als Volks- und Kultursport ein, der besonders in den Herbst- und Wintermonaten in den Gasthäusern an Bedeutung gewinnt. Dann füllen sich laut Beitrag die Wirtshäuser, und die sogenannte Watterzeit beginnt.
Die Turniersaison soll zwischen Almabtrieb und Advent einsetzen. Genannt werden dafür Schauplätze in Fügen, Hart und der Western Saloon in Aschau, wo sich Mannschaften in Lokalen, Gemeinschaftssälen und Vereinsräumen treffen.
Watten wird demnach mit vier Spielern in zwei Teams gespielt; in Tirol wird dafür klassisch das Salzburger Kartenblatt mit Schellen, Herz, Laub und Eichel verwendet. Jeder Spieler erhält fünf Karten, die entscheidenden Karten werden aber nicht ausgeteilt, sondern von den Spielern angesagt.
Der Spieler links vom Geber bestimmt den Schlag, der Geber ruft anschließend den Trumpf. Nur diese beiden Spieler dürfen ihre Karten ansehen; die Partner müssen aus dem Spielverlauf erschließen, was angesagt wurde.
Als stärkste Karten nennt der Beitrag die Kritischen, danach die Rechte, die im Zillertal oft auch Haube genannt wird, und dann die drei übrigen Karten des Schlag, die als Blinde bezeichnet werden. Es folgen normale Trümpfe und schließlich die Farbenkarten.
Bei der Stichwertung gelten laut Artikel feste Regeln: Trumpf schlägt Farbe, höhere Trümpfe schlagen niedrigere, Schlag schlägt Trumpf, und die Rechte schlägt alles außer den Kritischen. Ein Spiel gewinnt jene Mannschaft, die drei Stiche macht.
Der Beitrag beschreibt Watten zugleich als Spiel der Andeutungen, Halbwahrheiten und feinen Gesten. In den Wirtshäusern gehören dazu auch Zurufe wie „Rechter!“ oder der Hinweis „Geh di zua!“, wenn ein Stich falsch gespielt wurde.
Turnier-Watten wird laut Text meist unter klaren Regeln mit festem Ablauf, Vorrunden, Hauptbewerb und Finale gespielt. Als Preise werden unter anderem Fleischkorb, Schnaps, Zehnerlümmel und Wanderpreis genannt.


