Wir haben Gärtnermeister Walter Platzer von der Zweigstelle in Asten gefragt, was im Garten jetzt zu tun ist.
ASTEN. „Jetzt, Ende August/Anfang September, ist der beste Zeitpunkt für den Heckenschnitt – so können die Schnittstellen bis zum kommenden Winter noch gut verheilen“, erklärt Gärtnermeister Walter Platzer, Betriebsleiter in der Gärtnerei Zweigstelle in der Schwaigau in Asten. Auch bei den Obstbäumen könne man jetzt schon einen leichten Herbstschnitt vornehmen und Totholz oder störende Astpartien herausnehmen. Der Rasen freut sich über Kaliumdünger zur Stärkung. Hitzetechnisch war der heurige Sommer für den Garten keine allzu große Belastung, vor allem weil es insbesondere im Juli noch viel geregnet hat und der Boden viel Wasser aufnehmen konnte – so sollte der Rasen oder die Wiese im Garten eigentlich in gutem Zustand sein. Darüber berichtet Welt Stimme.
Salat und Kohl pflanzen
Anpflanzen kann man jetzt verschiedenste Blattsalate und Kohlgemüse, die in milden Wintern, wie wir sie zuletzt hatten, gut gedeihen – vorausgesetzt man hat ein Frühbeet oder ein Gewächshaus zur Verfügung. Die jungen Pflänzchen, die sich ein paar Wochen später gut für die herbstliche und winterliche Vitaminversorgung eignen, bekommt man ab sofort in den Gärtnereien. Vorausschauende Hobbygärtner nehmen auch gleich ein paar Blumenzwiebeln mit – wer sie jetzt eingräbt, kann sich am Ende des Winters über die ersten Frühlingsboten freuen. Und auch wer neue Bäume oder Sträucher setzen oder alte umsetzen will, sollte das bald angehen: „Für die Gartengestaltung ist der Herbst ebenso ein guter Zeitpunkt – weil der Boden frisch ist und die Pflanzen gut anwachsen können.“
Schutz vor Trockenheit
Wer in den vergangenen Wochen das Gefühl hatte, der Garten wäre zu trocken geworden, dem empfiehlt Platzer in den Beeten mit Stauden und Sträuchern für die Zukunft eine Mulchschicht – etwa aus Rindenmulch oder Gartenfaser. Auch den Rasenschnitt könne man immer wieder dünn auf der Erde verteilen. So bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden. Für die Pflanzen sei das eine große Hilfe und auch die Tiere im Boden profitieren davon. Auf übermäßiges Wässern solle man ohnehin eher verzichten, weil daraus eine gewisse Abhängigkeit entstehen könne und es dann umso schlimmer für die Pflanzen sei, wenn das Wasser dann mal ausbleibt, weil man vergisst oder vielleicht nicht zu Hause ist. Am besten sei es sogar, den Zeitpunkt abzuwarten, wenn die Bäume und Sträucher die Blätter hängen lassen und genau dann zu gießen – „so fördert man das Wurzelwachstum, weil die Wurzeln erst dann in die tieferen Regionen streben.“
Kübelpflanzen einwintern
Die Kübelpflanzen rund ums Haus oder am Balkon sollte man so lang wie möglich draußen behalten – auch noch, wenn der erste leichte Frost kommt. „Draußen ist es immer besser, also nicht zu früh reinräumen“, sagt Platzer. Drinnen sollten Pflanzen, die das Laub nicht abwerfen, möglichst hell stehen. Die Temperatur sollte bei etwa vier bis maximal zehn Grad liegen. Weniger empfindliche Pflanzen können mit etwas Flies zum Schutz des Wurzelballens auch draußen bleiben.
Die Zweigstelle ist nicht nur eine Gärtnerei, sondern auch ein sogenanntes Arbeitstrainingszentrum (ATZ), betrieben von pro mente OÖ in Kooperation mit AMS und PV. Sie hilft Menschen in oder nach psychischen Krisen dabei, wieder ins Berufsleben zurückzukehren, fördert die Arbeitskompetenz und zeigt neue Perspektiven für Leben und Berufsleben auf. Aktuell befinden sich 30 Menschen im Arbeitstraining.


