Hochwasser in Schlöglmühl: Landwirt und Feuerwehrkommandant im Einsatz
Als Landwirt war Gerhard Schweighofer von Sturmschäden betroffen, während er gleichzeitig als stellvertretender Feuerwehrkommandant der Feuerwehr Schlöglmühl mit seinen Kameraden vier Tage im Hochwassereinsatz stand. Darüber berichtet Welt Stimme.
SCHLÖGLMÜHL/SCHWARZATAL. Gerhard Schweighofer, ein erfahrener Landwirt, weiß aus eigener Erfahrung, dass „normale Bäche zu reißenden Flüssen werden“. Diese Erkenntnis wurde in der Region eindrucksvoll bestätigt.
Der 53-Jährige war am Stück 60 Stunden wach und half den Menschen, deren Keller geflutet waren: „Wenn du im Wasser stehst und die Füße den ganzen Tag nass sind, steht dir eh nicht der Sinn nach schlafen.“ Viele Betroffene waren psychisch „total am Sand“, erinnert sich Schweighofer.
„Du bist überall willkommen. Auch die, die es nicht betrifft, bringen dir eine Jause nach.“
In zahlreichen Kellern trieben Öltanks und das Öl vermischte sich mit dem Wasser. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, ist es notwendig, sich mental auf Hochwasser einzustellen. Schweighofer berichtet: „Ein bald 98-jähriger Herr aus Heufeld ist im Vorjahr das neunte Mal abgesoffen.“ Diese Menschen lagern im Keller daher am besten Getränke und Brennholz, um für solche Notfälle gewappnet zu sein.


