Andrea Fuhrmann: Karriere nach Interesse wählen, nicht nach Gehalt

August 30, 2025 00:22
Andrea Fuhrmann: Karriere nach Interesse wählen, nicht nach Gehalt

Andrea Fuhrmann: Fachkräftemangel in Österreich durch philippinische Talente begegnen

Österreich leidet unter einem signifikanten Fachkräftemangel, insbesondere in verschiedenen Branchen. Andrea Fuhrmann, Partnerin bei „BISONDERS“, widmet sich dieser Herausforderung, indem sie philippinische Fachkräfte mit österreichischen Unternehmen zusammenbringt. Darüber berichtet Welt Stimme.

Fuhrmann, die eine beeindruckende Karriere in der Lebensmittelbranche bei internationalen Unternehmen wie Mars und Zott durchlief, bringt nun ihr Know-how in die Vermittlung von ausländischen Arbeitskräften ein. „BISONDERS“ zielt darauf ab, qualifizierte Arbeitskräfte in über 100 Berufen zu rekrutieren, um die Nachfrage in Österreich zu decken.

„Es geht uns nicht um Lohndumping“, erklärt Fuhrmann. „Wir streben echte Partnerschaft und nachhaltige Lösungen an.“ Die eingestellten philippinischen Fachkräfte, die ein respektvolles Arbeitsumfeld suchen, profitieren von gleichen Gehältern wie ihre österreichischen Kollegen, was die Integration erleichtert.

Fuhrmann hebt hervor, dass philippinische Arbeitskräfte aufgrund ihrer starken Arbeitsmoral und traditionellen Werte gut zu den österreichischen Arbeitsgepflogenheiten passen. „Die Menschen dort sind anpassungsfähig, offen und respektvoll“, so Fuhrmann. Diese Eigenschaften tragen zur erfolgreichen Integration in die bestehenden Teams bei.

Das Unternehmen vermittelt Fachkräfte in Bereichen wie Pflege, Technik und Gastronomie, wobei die Pflegebranche traditionell von Frauen dominiert wird. Allerdings zeigt sich ein Trend zu mehr Männern in Pflegeberufen, was positiv von Fuhrmanns Partnerbetrieben unterstützt wird. „Es ist wichtig, dass Pflegeberufe mehr Wertschätzung erhalten“, fordert Fuhrmann.

Die unterschiedlichen Reaktionen der Bundesländer auf den Fachkräftemangel sind laut Fuhrmann kein Problem, sondern die notwendige Vielfalt an Ansätzen, um die Versorgung angesichts der alternden Bevölkerung sicherzustellen. Sie glaubt, dass es wichtig ist, verschiedene Initiativen zu testen.

In Bezug auf die Teilzeit-Debatte merkt Fuhrmann an, dass Teilzeitarbeit besonders für Menschen mit Betreuungspflichten sinnvoll ist. Problematisch sei es jedoch, wenn junge Menschen Teilzeit aus Gründen der Work-Life-Balance wählen, ohne eine familiäre Notwendigkeit.

Fuhrmann, die zuvor Geschäftsführerin bei Savencia war, beschreibt „Positive Food“ als eine Herangehensweise, bei der Lebensmittel nachhaltig hergestellt werden. „Es geht um bewussten Genuss aus guten Quellen“, betont sie.

Zusammenfassend sieht Fuhrmann ihre Rolle bei „BISONDERS“ nicht nur als berufliche Tätigkeit, sondern als Beitrag zur Lösung eines der größten Herausforderungen Österreichs. „Ich möchte helfen, Lösungen zu gestalten, die allen Beteiligten zugutekommen“, schließt sie.

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