Ein schwerer Vorfall im Yorkshire Wildlife Park in England hat auch in Kärnten Aufmerksamkeit ausgelöst. Ein junger Besucher soll in ein Tigergehege eingedrungen sein, von dem Tier attackiert worden sein und an den Verletzungen gestorben sein.
Nach den vorliegenden Angaben verbreiteten sich Videos und Fotos des Geschehens rasch in sozialen Medien. Das löste auch Reaktionen in Kärnten aus, unter anderem von Helga Happ, der langjährigen Leiterin des Reptilienzoo Happ in Klagenfurt.
Laut dem Bericht gibt es Hinweise aus Medienberichten, wonach der Mann möglicherweise ein Foto oder Selfie mit dem Tiger machen wollte. Das ist allerdings nicht bestätigt. Ebenfalls unklar bleibt, warum er das Gehege betrat.
Der Zoo in England blieb nach dem Vorfall vorerst geschlossen. Der Tiger habe den Vorfall überlebt.
Happ sagte, sie habe einen solchen Fall selbst noch nie erlebt. Sie verwies zugleich darauf, dass sie sich in ihrem eigenen Zoo schon früher mit dem Gedanken beschäftigt habe, dass jemand absichtlich in ein gefährliches Tiergehege springen könnte.
„Ich wurde damals gewarnt, dass in Österreich ein Tierschützer unterwegs sein soll, der in die Gehege und Anlagen mit gefährlichen Tieren gesprungen ist und gesagt hat, man dürfe keine Tiere einsperren.“
Zu Sicherheitsfragen sagte Happ, es brauche Regeln, Zäune und Absperrungen. Wer sich daran halte, sei geschützt, wer nicht, bringe sich selbst in Gefahr.
„Es gibt Regeln, es gibt Zäune und Absperrungen. Wenn ich mich daran halte, passt alles. Wenn nicht, bringe ich mich selbst in Gefahr“
Mit Blick auf die mutmaßliche Suche nach Aufmerksamkeit in sozialen Medien äußerte sich Happ deutlich. Sie könne nicht verstehen, wenn Selbstdarstellung wichtiger werde als die eigene Gesundheit und das eigene Leben. In ihrem Zoo seien unter anderem Netze über den Gehegen der Klapperschlangen und zusätzliche Glasscheiben vor den Krokodilen angebracht, sagte sie.

