Kulturelle Vielfalt in Hallein: Ynselzeit und Schmiede25 starten im September

Juli 31, 2025 12:54
Kulturelle Vielfalt in Hallein: Ynselzeit und Schmiede25 starten im September

Ab dem 1. September startet in Hallein eine rund 50-tägige Veranstaltungsreihe, die die Alte Saline auf der Pernerinsel in ein interdisziplinäres Kulturzentrum verwandelt, in dem Kunst, Medien, Wissenschaft und Bildung verschmelzen.

HALLEIN. Die Ynselzeit zieht wieder Besucher aus Kunst, Wissenschaft und Kultur national sowie international an. Diese Veranstaltung wird zusammen mit der Schmiede Hallein ein dichtes kulturelles Netzwerk aufbauen, das bis Ende Oktober ein vielfältiges Programm bietet. Die Ynselzeit fungiert als temporäres Kulturhaus für die Region, während die Schmiede als internationales Labor kreativer Zusammenarbeit dient. Rüdiger Wassibauer, künstlerischer Leiter beider Veranstaltungen, hebt hervor: „Im Mittelpunkt stehen Begegnung und Austausch – mit dem Ziel, neue Kooperationen zu ermöglichen.“ Im Jahr 2025 wird die Zusammenarbeit mit Hochschulen, einschließlich der FH Salzburg, der Universität Salzburg und der Universität Southampton, noch intensiver.

Die sechste Ausgabe der Ynselzeit setzt weiterhin auf künstlerische Vielfalt. Etablierte Programmpunkte, wie das Kunstsymposium der Gruppe Plan B, Konzerte des Kulturforums Hallein sowie die MiniSchmiede – ein Tech-Workshop für Kinder – werden ergänzt durch neue Formate: Schreibwerkstätten der Akademie Hallein, die sich dem literarischen Schreiben, dem journalistischen Zugang und dem kreativen Einsatz von Künstlicher Intelligenz widmen. Zudem wird Aida Loos mit dem Kabarettprogramm „Best of Zeitloos“ satirische Akzente setzen. Die Veranstaltung schließt mit einem Musical Festival, das Workshops für alle Altersgruppen anbietet.

Künstliche Intelligenz im Fokus

Die diesjährige Schmiede steht unter dem Thema FAUST, ein Leitmotiv, das laut Wassibauer sowohl literarisch als auch gesellschaftlich von Bedeutung ist. „Wir erleben kollektiv einen faustischen Moment“, erklärt er und verweist auf die ethischen Themen rund um Künstliche Intelligenz und Fortschritt. Die Frage, ob technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz zur Lösung dringender Probleme beitragen können, wird in zahlreichen Projekten behandelt. Die Eröffnung der Schmiede25 findet am 17. September statt, wobei das Jahresstipendium für Medienkunst an Christiane Peschek vergeben wird und gleichzeitig die Ausstellung „I AM. I AM NOT. I AM YOU.“ von Carola Schmidt im kunstraum pro arte eröffnet wird.

Insgesamt werden 14 Labore die diesjährige Schmiede strukturieren, was einen Rekord darstellt. Mit dem KI Film Festival „Focus“, gefolgt von einem Hackathon und der Österreichpremiere des VR-Films „Out of Nowhere“, der zuletzt auf der Biennale in Venedig gezeigt wurde, setzt die Schmiede auch filmisch starke Akzente. Die traditionelle Werkschau schließt am 26. September das Event ab.

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