Klassik, Chöre und Jazz – auf Burg Feistritz fördert Familie Krijgh-Reichhold eine lebendige Kulturszene. „Diese Burg ist mein Lebensprojekt“, erklärt Krijgh-Reichhold.
FEISTRITZ. Barbara Krijgh-Reichhold übernahm die Burg von ihren Eltern, entgegen deren Ratschlägen. „Es war nicht mein Plan, eine Burg zu besitzen, es ergab sich zufällig auf meinem Lebensweg“, sagt sie im Gespräch.
Treppen als Fitnesszentrum
Die Burg ist Krijgh-Reichholds Hauptwohnsitz. Sie kommentiert schmunzelnd: „Die vielen Treppen sind unser Fitnessstudio.“ Die Architektur der Burg, die im Jahr 1815 mit einem Landschaftsgarten mit Sichtachsen, Grotten, Brücken und Teichen umgestaltet wurde, eignet sich prächtig für Veranstaltungen.
Krijgh-Reichhold und ihre Tochter Harriet beleben die Burg ständig mit kulturellen Events. Das Musikfestival, das Harriet Krijgh 2026 bereits zum 15. Mal organisiert, zieht zahlreiche Künstler an. Darüber hinaus finden im Frühling und Herbst Konzerte im Rittersaal statt, der Platz für 80 Zuhörer bietet. Krijgh-Reichhold gibt an: „Der Schwerpunkt liegt auf klassischer Musik, jedoch gibt es gelegentlich auch etwas Jazz.“
Sanierungen und Herausforderungen
Im Winter wird es ruhiger, da in dieser Zeit Sanierungsarbeiten an der mittelalterlichen Struktur erledigt werden. Krijgh-Reichhold beschreibt die finanziellen Herausforderungen: „Eine Burg ist super unwirtschaftlich.“ Insbesondere die alten Heizsysteme stellen ein großes Kostenproblem dar. „Ich würde mich sehr freuen, wenn die Basiskosten gedeckt wären. Es ist eine Herausforderung“, betont sie.
Die Burgherrin hat eine lange Liste an notwendigen Arbeiten im Kopf: „Es gibt unendlich viel zu tun. Es werden immer Dinge akut, die sofort angegangen werden müssen.“ Um die Kosten zu decken, versucht sie, Einnahmen aus Musikprojekten zu generieren.
„Es ist kein Fünf-Sterne-Hotel, aber wir haben viele Zimmer und können Gruppen beherbergen, die hier ein paar Tage verbringen möchten“, ergänzt die Feistritzerin.


