Die Stadtgemeinde Hollabrunn steht nach Jahren umfangreicher Investitionen in Infrastruktur und regionale Wirtschaft vor einer Phase der Budgetkonsolidierung. Bürgermeister Alfred Babinsky beschreibt die Gemeinde als Konsolidierungsgemeinde in schwieriger finanzieller Lage.
Babinsky sagt, er habe bereits im vergangenen Jahr mit Einsparungen begonnen. „Hollabrunn ist wie viele andere Gemeinden eine Konsolidierungsgemeinde und befindet sich in einer schwierigen budgetären Lage. Deshalb habe ich bereits im vergangenen Jahr den Sparstift angesetzt“, sagte er.
Ein zentrales Vorhaben bleibt das geplante Feuerwehr- und Katastrophenschutzzentrum. Die ursprünglich vorgesehene Kreditaufnahme konnte nicht im angestrebten Ausmaß genehmigt werden, weshalb das Projekt von rund zehn Millionen Euro auf etwa sechs Millionen Euro reduziert wurde.
Babinsky betont, dass das Vorhaben umgesetzt werden solle, dafür aber noch Gespräche und Genehmigungen nötig seien. „Wir haben eine gute Lösung gefunden und mein Ziel ist es, das Projekt auch so umzusetzen. Dafür braucht es noch einige Gespräche und Genehmigungen“, sagte er. Auf Gerüchte über eine mögliche Absage entgegnete er: „Das Projekt wird umgesetzt.“
Die Bedeutung des Projekts führt der Bürgermeister auch auf die Hochwasserereignisse 2024 zurück. Damals standen er und Feuerwehrleute im Feuerwehrhaus zeitweise knietief im Wasser.
Parallel dazu arbeitet Hollabrunn an einem geplanten Gesundheitszentrum, das Babinsky als großes Zukunftsprojekt bezeichnet. Erste Arbeitsgruppen seien bereits gebildet worden, das Ziel sei ein verbindlicher Vertrag im Frühjahr 2027 zwischen Niederösterreich, der Landesgesundheitsagentur, den Rübenbauern und der Gemeinde.
Auch bei anderen Bereichen will die Stadt weiter investieren, allerdings unter engen finanziellen Vorgaben. Genannt werden unter anderem der Schulcampus, die Alte Hofmühle, der Stadtsaal, der Straßenbau, die Energiewende sowie die Wasserversorgung.
Bei der Wasserversorgung verweist Babinsky auf neue Brunnen, erneuerte Anlagen und ausgebaute Infrastruktur. Trotz eines heißen und trockenen Sommers habe es in Hollabrunn keine Engpässe gegeben.
Zu den weiteren Vorhaben zählt ein Kreisverkehr bei Gasthaus Graf, für den erste Vorarbeiten laufen. Außerdem will die Stadt die Innenstadt mit Entsiegelung und Beschattung besser an den Klimawandel anpassen; dazu ist auch eine Informationsveranstaltung mit Beteiligung der Bevölkerung geplant.
Babinsky kündigt außerdem weitere längerfristige Projekte an, nennt diese aber noch nicht öffentlich. „Es gibt bereits einige Ideen für die längerfristige Zukunft. Die bleiben aber noch unter Verschluss.“


