Wörgl und Münster warten auf Förderentscheidung für zwei Schwimmprojekte

Oktober 28, 2026 02:35
Swimmer underwater in an indoor swimming pool during a lap.

Wörgl und Münster warten weiter auf eine Entscheidung des Tiroler Bäderbeirats zu zwei Schwimmprojekten im Bezirk Kufstein: dem geplanten Regionalbad in Wörgl und der Sanierung des Freischwimmbads in Münster.

In Wörgl soll ein neues Regionalbad entstehen, in Münster ist die Modernisierung des bestehenden Freischwimmbads vorgesehen. Beide Vorhaben wurden bereits im Frühling dem Bäderbeirat vorgestellt, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.

Für Wörgl ist die Situation seit der Schließung der Wasserwelt Wave besonders angespannt. Der Gemeinde fehlt damit eine ganzjährige Schwimmmöglichkeit, die auch von umliegenden Gemeinden genutzt werden kann.

Das geplante Regionalbad soll ein Hallenbad, ein Freibad und weitere Freizeitangebote umfassen. Die veranschlagten Gesamtkosten liegen bei rund 28 Millionen Euro.

Die Gemeinde Wörgl rechnet mit einer deutlichen Unterstützung aus dem Tiroler Bädertopf und mit einer Mitfinanzierung durch umliegende Gemeinden. Über den Bädertopf stehen bis 2030 insgesamt 75 Millionen Euro für Neubau, Sanierung und Erhalt von Schwimmanlagen zur Verfügung.

Auch in Münster ist der Handlungsdruck hoch. Das Freibad wurde in den 1970er-Jahren errichtet und soll umfassend erneuert werden, darunter bei den technischen Anlagen und den Kabinen. Die Gemeinde kalkuliert mit Investitionen von rund 7,1 Millionen Euro.

Nach Angaben der Gemeinde verzeichnet das Bad jährlich etwa 16.000 Eintritte und ist vor allem für Familien ein wichtiger Treffpunkt im Sommer. Der Beginn der Sanierungsarbeiten ist derzeit für Herbst 2027 vorgesehen.

Das Land Tirol hielt bei einer Sitzung Ende Mai fest, dass beide Projekte nach Vorliegen vollständiger Kosten- und Finanzierungsunterlagen bei einer folgenden Sitzung abschließend geprüft werden sollen. Der Bäderbeirat gibt dazu Förderempfehlungen ab, die endgültige Entscheidung trifft die Landesregierung.

Landtagsabgeordneter und Kramsachs Bürgermeister Andreas Gang fordert in diesem Zusammenhang rasche Schritte. Er sagte: „Die Planungen für das Regionalbad Wörgl sind weit fortgeschritten, die veranschlagten Kosten liegen bei rund 28 Millionen Euro. Gleichzeitig wartet auch das Freischwimmbad Münster auf eine Entscheidung. Die Bäderstudie des Landes zeigt den dringenden Handlungsbedarf: Während tirolweit 85 Prozent der Schulen innerhalb von 20 Minuten ein Hallenbad erreichen, sind es im Bezirk Kufstein lediglich 68 Prozent. Nur die Bezirke Imst und Landeck schneiden hier noch schlechter ab. Jede weitere Verzögerung gefährdet den Projektfortschritt“.

Der FPÖ-Landtagsklub will für die Landtagssitzung vom 4. bis 6. November einen Dringlichkeitsantrag einbringen. Demnach soll sich der Bäderbeirat bis Jahresende erneut mit Wörgl und Münster befassen; danach fordert die FPÖ-Landtagsklub zügige Förderentscheidungen.

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