Eine Rückschau auf das Schulleben in Laussa und im Pechgraben erinnert an den Sommer 1945, als Lehrer Hans Neubacher nach fünf Jahren Kriegsdienst zurückkehrte und sofort wieder die Leitung der Schule übernahm. Er trat damit die Nachfolge seiner Vorgängerin an, die wegen ihrer Zugehörigkeit zur NSDAP für ein halbes Jahr vom Schuldienst enthoben worden war.
In der unmittelbaren Nachkriegszeit stellte die US-amerikanische Besatzung Lebensmittel für eine Schülerausspeisung zur Verfügung. Der Artikel hält fest: „Mehr als die Hälfte der Kinder war nämlich unterernährt.“ Gegessen wurde in der Wohnung des Lehrers; auch für Schulausflüge und Weihnachtsfeiern stellten Soldaten Süßigkeiten und Jausenpakete bereit.
Besonders präsent blieb ein Ausflug im Juli 1950. Die älteren Kinder fuhren mit dem Zug nach Steyr und von dort mit dem Bus weiter nach St. Florian, wo sie das Stift, die Kirche und die Glockengießerei besuchten. Nach Angaben aus dem Umfeld der Schule war das Erlebte im Tal noch wochenlang Gesprächsthema.
Der Rückblick verweist auch auf eine frühere Begebenheit aus dem Juni 1941: Sieben Schüler verpassten auf der Bodenwies eine Abzweigung und damit den letzten Zug zurück. Sie mussten von Kleinreifling zu Fuß heimgehen und kamen nach Darstellung des Artikels „um elf Uhr nachts glücklich im Pechgraben an“.
Der Beitrag knüpft an frühere Einblicke in Klassenalben aus Ternberg an und verweist für weitere Bilder und die Schulchronik auf laussa.topothek.at. Laut Artikel sind dort auch Fotos aus dem Umfeld der Schule im Pechgraben dokumentiert.


