Die Steiermark hat im September 2026 bei den Neuzulassungen von Elektro-Pkw einen neuen Höchstwert erreicht, liegt im Bundesländervergleich aber weiter auf dem letzten Platz. Laut VCÖ stieg der Anteil der E-Pkw an den Neuzulassungen auf 27 Prozent.
Damit war im vergangenen September in der Steiermark jedes vierte neu zugelassene Auto ein Elektrofahrzeug. Der VCÖ verweist zugleich darauf, dass es in keinem September zuvor so viele Elektroautos bei den Neuzulassungen gegeben habe.
Trotz dieses Rekords bleibt die Steiermark im Vergleich der Bundesländer Schlusslicht. An der Spitze liegt Oberösterreich mit 42 Prozent E-Neuwagen im September.
Im gesamten Vorjahr lag der Anteil in der Steiermark bei 17 Prozent. 2021 waren es 14 Prozent, 2019 erst 3 Prozent.
VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk sagte: „Mit steigendem Elektroauto-Anteil sinkt unsere Abhängigkeit von Erdölimporten. Während die Energie für Elektroautos beispielsweise mit Photovoltaikanlagen lokal zu Hause erzeugt werden kann, muss Erdöl teuer importiert werden. Jedes Jahr fließen dadurch viele Milliarden Euro aus Österreich ins Ausland.“
Der VCÖ verweist außerdem darauf, dass Elektroautos im Schnitt 23 Stunden pro Tag stehen. Nach seiner Darstellung könnte digitales, gesteuertes Laden helfen, dann zu laden, wenn viel Solar- oder Windstrom verfügbar ist, und die Fahrzeuge als flexible Speicher zur Stabilisierung des Stromnetzes einzusetzen. Bereits 88 Prozent der Ladevorgänge finden demnach zu Hause statt, 9 Prozent am Arbeitsplatz und 3 Prozent an öffentlichen Ladepunkten.
Die Mobilitätsorganisation fordert zudem, steuerliche Vorteile für Firmenwagen mit Verbrennungsmotor zu beenden und verweist dabei auf Belgien.


