Mit dem ersten Torf-Fest auf der Paradieswiese hat in Kitzbühel die Renaturierung eines 7,5 Hektar großen Moorgebiets begonnen, das für den Klimaschutz als wichtig gilt.
Die Veranstaltung fand am 23. Oktober statt und wurde vom Land Tirol, der Stadt Kitzbühel und dem Regionalmanagement Pillerseetal organisiert. Nach Angaben des Artikels markierte sie den Auftakt zu einer umfassenden Renaturierung des Geländes.
Die Paradieswiese wurde im 20. Jahrhundert entwässert. Bis in die 1950er-Jahre nutzten Bürgerinnen und Bürger getrockneten Torf als Heizmaterial für die Stadt Kitzbühel.
Heute leiten noch mehrere Gräben das Wasser aus dem Gebiet ab. Die aktuellen Arbeiten sollen ein ökologisches Hochmoor wiederherstellen, das nach der Renaturierung wieder vernässt werden soll.
Naturschutzlandesrat René Zumtobel und Bürgermeister Klaus Winkler setzten vor Ort symbolisch eine Spundwand. Zumtobel betonte dabei: „Wenn wir Natur wiederherstellen, ist es wichtig, dass wir die Menschen mitnehmen. Die Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer, die anwohnende Bevölkerung, Kinder und Erwachsene – sie alle sollen die Möglichkeit haben, sich über die Arbeiten zur Renaturierung in ihrer Nähe zu informieren und ihr Wissen über den Naturschutz zu erweitern“.
Das Vorhaben ist Teil des österreichweiten Projekts Amoore zur Umsetzung der Moorstrategie Österreich 2030+. Laut Artikel stehen dafür bundesweit bis 2034 rund 44 Millionen Euro an EU-Mitteln zur Verfügung, davon 2,3 Millionen Euro direkt für Tirol.


