Reutte prüft Änderungen für Sommer-Fußgängerzone im Untermarkt

Oktober 24, 2026 12:22
People walking along a pedestrianized town center street with shops and historic buildings under a cloudy sky.

Reutte diskutiert die Zukunft der Sommer-Fußgängerzone im Untermarkt. Nach dem ersten Sommer unter dem neuen Modell stehen für 2027 nach Angaben aus der Gemeinde auch Erweiterungen im Raum – ein Aus der Regelung ist damit nicht die einzige Option.

Die Stadtgemeinde zog mit Bewohnern, Geschäftsleuten, Gastronomen und Kulturschaffenden eine erste Bilanz. Von 152 Eingeladenen nahmen knapp 20 am Austausch mit der Gemeindeführung teil.

Bürgermeister Günther Salchner sagte, die Diskussion sei sachlich verlaufen. Weder ein grundsätzliches „nie wieder“ noch der Wunsch, alles unverändert zu lassen, sei geäußert worden.

Nach Salchner wurden die Erwartungen an eine durchgehend belebte Tageszone und zugleich mehr Ruhe in den Abend- und Nachtstunden nicht erfüllt. Beschwerden von Anrainern über nächtlichen Lärm habe es zwar gegeben, diese seien aber nicht direkt auf die Fußgängerzone zurückzuführen gewesen.

Gleichzeitig seien trotz Fahrverbots immer wieder Mopeds durch den Untermarkt gefahren. An vielen milden Sommernächten habe sich zudem nächtliches Ausgehpublikum dort aufgehalten.

Es habe aber auch sehr positive Tage gegeben, an denen Besucher durch die autofreie Zone spazierten und die Atmosphäre nutzten.

Die Ergebnisse des Gesprächsabends sollen nun im Ausschuss für Standortentwicklung weiter beraten werden. Danach ist auch eine Behandlung im Gemeinderat vorgesehen.

Ausschussobmann André Schütter sagte als Unternehmer, das Projekt habe aus seiner Sicht nicht funktioniert, weil eine Fußgängerzone von Aktivität lebe und diese zu selten gewesen sei. Gleichzeitig räumte er ein, dass auch der Handel selbst Defizite habe und mehr Einsatz sowie attraktivere Öffnungszeiten, vor allem an Samstagen, helfen könnten.

Gemeinderätin Margit Dablander, die zu den treibenden Kräften hinter der Sommer-Fußgängerzone zählt, sagte, die Fußgängerzone brauche Zeit, um sich zu entwickeln. Für Sommer 2027 gebe es bereits erste Ideen; anstelle einer Abschaffung werde eine Ausweitung geprüft.

Ein möglicher Ansatz wäre, die Fußgängerzone an Werktagen in den Sommermonaten bereits ab 18 Uhr gelten zu lassen. Die Regelung an Wochenenden und Feiertagen soll dabei unverändert bleiben.

Politik und Anrainer wünschen sich zugleich eine strengere Kontrolle. Während der Fußgängerzonen-Phase seien Radfahrer, Scooterfahrer und auch Autofahrer wiederholt trotz Verbots unterwegs gewesen.

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Group of students and adults standing among stacked traffic signs and barriers in a wooden storage area.
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