Unterperfuss plant Schutz am Rettenbach und neue Maßnahmen für Verkehr und Wasser

Oktober 13, 2026 02:10
A man sits at a desk in an office with filing cabinets and papers around him.

Die Gemeinde Unterperfuss arbeitet an mehreren Vorhaben zugleich. Im Zentrum stehen mehr Verkehrssicherheit, die Trinkwasserversorgung, Verbesserungen im öffentlichen Verkehr und der geplante Ausbau am Rettenbach.

Bürgermeister Josef Giner sagte gegenüber MeinBezirk, in Unterperfuss werde vieles selbst angepackt. Gemeinderäte, Mitarbeitende, Freiwillige und oft auch ganze Familien würden bei Arbeiten mithelfen.

Im gesamten Ortsgebiet gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h, doch laut Giner werde sie nicht immer eingehalten. Täglich passierten zwischen 6.500 und 7.000 Fahrzeuge die Gemeinde; rund 1.500 davon stünden im Zusammenhang mit der Autobahnzufahrt Richtung Vorarlberg.

Die Gemeinde bemühe sich regelmäßig um Geschwindigkeitskontrollen. Geplant ist außerdem ein neues Haltestellenhäuschen beziehungsweise ein Wetterschutz bei der Bushaltestelle Mühlbrückl; der dafür nötige Grund soll in nächster Zeit angekauft werden.

Auch beim Seniorenheim Teresa sieht Giner die Lage positiv. Dort seien die Finanzen und die Auslastung gut, derzeit seien 65 Betten belegt.

Bei den Hochbehältern wird eine neue UV-Anlage samt Trübungskontrolle errichtet. Dafür erhält die Gemeinde eine Förderung des Landes Tirol; die Wasserqualität wird in Unterperfuss vierteljährlich überprüft.

Besonders weitreichend ist das geplante Projekt am Rettenbach. Künftig ist vorgesehen, den Rettenbach aus seiner bisherigen geraden Linie herauszuführen und ihn durch die Aulandschaft oberhalb des Innradweges zu leiten. Laut Bericht soll das den Hochwasserschutz verbessern und könnte zugleich neue Erholungsflächen schaffen.

Vor einer Umsetzung muss allerdings ein geologisches Gutachten abgeschlossen werden. Das Gebiet war früher eine Müllablagerungsstätte, die im Laufe der Jahre mehrfach überschüttet wurde.

Giner verwies zudem auf die Zusammenarbeit in der Gemeinde. Für Giner ist das bemerkenswert: Seit Beginn der laufenden Periode sei nur ein einziger Gemeinderatsbeschluss nicht mit voller Zustimmung gefallen.

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