An der Kreuzung Beckmanngasse/Penzinger Straße kommt es immer wieder zu Unsicherheiten über den Vorrang. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/PENZING. An der Kreuzung Beckmanngasse und Penzinger Straße kommt es regelmäßig zu gefährlichen Situationen. Trotz der regulativen Vorgaben müssen Fahrzeuge, die auf der Penzinger Straße fahren, den von rechts kommenden Verkehr aus der Beckmanngasse berücksichtigen. In der Praxis verhalten sich jedoch viele Autofahrer anders.
Radfahrer Manuel, der die Strecke regelmäßig nutzt, berichtet von mehreren brenzligen Begegnungen: „Viele Autofahrer glauben, dass die Penzinger Straße eine Hauptstraße ist. Sie fahren einfach durch und beachten den Vorrang nicht“, erklärt er.
Alltag am Konfliktpunkt
Häufig halten die Verkehrsteilnehmer aus der Beckmanngasse an, da sie irrtümlich annehmen, dass die Penzinger Straße Vorrang hat. Um Klarheit zu schaffen, wandte sich Manuel an die Bezirksvorstehung mit der Bitte um die Aufstellung eines „Vorrang geben“-Schildes in der Beckmanngasse. Stattdessen setzte die Behörde ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Rechtsvorrang“ auf der Penzinger Straße um, was jedoch nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat.
Während eines Lokalaugenscheins mit MeinBezirk wurde deutlich, dass viele Autofahrer dieses Schild weder beachten noch ignorieren. „Es wird nie langsamer gefahren. Jeder fährt einfach durch“, beschreibt Manuel die besorgniserregende Situation. Ein bei diesem Anlass gedrehtes Video zeigt, wie gefährlich die Verkehrsverhältnisse sind.
Die Situation ist besonders riskant für Radfahrer. Manuel selbst war so gut wie in einen Unfall verwickelt, als ihm ein Pkw den Vorrang verweigerte. Oft wird er mit unfreundlichen Blicken oder Beschwerden konfrontiert. Er schlägt vor, ein Stoppschild oder ein klares Vorrangschild in der Beckmanngasse aufzustellen, um die Verkehrsregeln eindeutig zu definieren. „So wüsste jeder, woran er ist“, sagt er.
„Rechts vor Links“ bleibt
Vor etwa 15 Jahren war die Regelung an dieser Kreuzung eine andere; damals war die Penzinger Straße tatsächlich als Vorrangstraße ausgeschildert. Alejandro Peña (SPÖ), Vorsitzender der Verkehrskommission, erklärt: „Viele Autofahrer haben das möglicherweise bis heute im Kopf.“ Dennoch ist dies offiziell nicht mehr der Fall. „Die Regel ‚Rechts vor Links‘ gilt weiterhin“, betont Peña.
Ein „Vorrang geben“-Schild in der Beckmanngasse ist daher nicht umsetzbar, da die Penzinger Straße nicht mehr als Vorrangstraße gilt. Dies führt zu einem Konflikt zwischen den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und der Wahrnehmung der Autofahrer. Solange die Schilder nicht eindeutiger gestaltet werden, bleibt die Kreuzung ein gefährlicher Punkt, an dem die gewohnte Auffassung und das geltende Recht aufeinanderprallen.


