Ein massives Fischsterben hat am Mittwochmorgen im Stausee von Rauchwart alarmierende Ausmaße angenommen, was einen Einsatz von über 30 Feuerwehrleuten erforderte. Der Grund für die katastrophale Situation war ein akuter Sauerstoffmangel im Wasser, ausgelöst durch einen massiven Befall von Blaualgen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Bereits am Dienstagabend wurden erste tote Fische gesichtet, berichtete Ewald Franaschek, Obmann des Fischereivereins Rauchwart. „Heute früh waren sehr viele tote Fische zu sehen. Wenn man die Tiere umherschwimmen sieht, dreht es sie auf den weißen Bauch, das war ein erschreckender Anblick für uns,“ fügte er hinzu.
Feuerwehr belüftete den Teich
Die Feuerwehr setzte mehrere Pumpen und technische Hilfsmittel ein, um das Gewässer mit frischem Sauerstoff zu versorgen. Rund drei Stunden arbeiteten die Feuerwehrmannschaften aus Rauchwart, St. Michael, Gamischdorf, Neuberg, Güttenbach und Schallendorf, unterstützt vom Bezirksfeuerwehrkommando Güssing sowie der Polizei und Vertretern der Bezirkshauptmannschaft. Das Hauptziel war es, die Situation unter Kontrolle zu bringen und weiteren Fischverlust zu vermeiden.
Ursache: Blaualgen
Die massive Vermehrung von Blaualgen wurde als Hauptursache für das Fischsterben identifiziert. Diese hatten in der Nacht den Sauerstoffgehalt im Wasser drastisch reduziert. „Jetzt ist der Sauerstoff sehr knapp geworden für die Fische und etliche sind verendet,“ sagte Franaschek. Schätzungen zufolge wurden zwischen 400 und 500 Kilogramm tote Fische, darunter überwiegend Zander, Brassen sowie einige Karpfen und Welse, aus dem Teich geborgen.
Ein Novum nach 40 Jahren
Der Fischereiverein zeigt sich bestürzt über das Ereignis, das in den vier Jahrzehnten seines Bestehens einzigartig ist. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte das Fischsterben begrenzt werden, und die Einsatzkräfte konnten gegen Mittag ihre Tätigkeit einstellen.


