Anrainer in der Oberen Augartenstraße in Wien-Leopoldstadt beschweren sich darüber, dass neue Citybusse der Wiener Linien trotz Bewerbung als leise seit rund einem Monat Lärm verursachen. Die Wiener Linien sagen, sie stünden mit dem Hersteller in Kontakt und prüften technische Möglichkeiten, um die Geräusche zu reduzieren.
Die neuen E-H2-Modelle werden von den Wiener Linien als leise vermarktet. Laut dem Bericht sorgen sie in der Oberen Augartenstraße jedoch seit rund einem Monat für eine deutliche Belastung.
Ein Bewohner beschreibt die Geräuschkulisse als „ein durchgehendes, hochfrequentes Summen und Pfeifen“. Nach seiner Darstellung beginnt die Belastung bereits ab 6 Uhr früh vor seiner Haustüre.
Auf den Linien 2A und 3A sind derzeit zehn Rampini-Modelle Hydron unterwegs. Es handelt sich um Hybridbusse, die elektrisch fahren und während der Fahrt mit Wasserstoff-Brennstoffzellen geladen werden können.
Laut Bericht sollen vor allem der Lade- und der Kühlvorgang für den Lärm verantwortlich sein. Zwei Buslenkerinnen beziehungsweise Buslenker bestätigten dem Medium nach eigenen Angaben die anhaltende Geräuschentwicklung; sie wollten nicht namentlich genannt werden.
Die Wiener Linien erklärten, die Busse erfüllten sämtliche gesetzlichen Bestimmungen, auch hinsichtlich der Lautstärke. Man nehme die „vereinzelten Rückmeldungen von Anrainerinnen und Anrainer“ ernst und arbeite mit dem Fahrzeughersteller an einer Lösung.
Eine unmittelbare Entschärfung ist nach Darstellung des Unternehmens aber nicht gesichert. Die Geräuschentwicklung hänge von verschiedenen Komponenten und vom jeweiligen Betriebszustand ab, hieß es.
Für die Anschaffung und Instandhaltung der neuen Fahrzeuge wurden 12 Millionen Euro investiert.


