Biathlon: Jeanmonnot gewinnt Gesamtweltcup, Hauser nimmt Abschied
OSLO. Lou Jeanmonnot hat am Freitag im 7,5-km-Sprint des Biathlon-Weltcupfinales auf dem Holmenkollen in Oslo die große Kristallkugel gewonnen. Die Französin sicherte sich mit einem sechsten Platz vorzeitig den Titel, während die Österreicherinnen Lisa Hauser und Anna Gandler die Qualifikation für das Verfolgungsrennen erreichten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Tagessieg ging an die Schwedin Hanna Öberg. Hauser, die mit zwei Fehlschüssen den 36. Platz belegte, sowie Gandler, die 34. wurde, schafften es zwar nicht unter die Top-Platzierungen, werden jedoch am Samstag im Verfolgungsrennen antreten. Anna Andexer und Tamara Steiner blieben mit vier und einem Schießfehler außerhalb der Top 70 und beendeten somit die Saison.
Hauser hofft auf „coole Platzierung“
In ihrem emotionalen Abschiedswochenende äußerte Hauser, dass der Druck, der auf ihr lastet, abfallen werde. „Es sind viele Leute von mir da, auf das freue ich mich“, sagte die Ex-Weltmeisterin vor ihren abschließenden Wettkämpfen in Norwegen. Hauser hat ihre Karriere nach der Saison beendet und will nun noch einmal „eine coole Platzierung einfahren“ und die letzten Rennen genießen.
Der Rücktritt der 32-Jährigen, die 2028 mit der WM in Hochfilzen anfangs weitermachen wollte, resultierte aus dem Wunsch, ein neues Leben abseits des Sports kennenzulernen. „Während des Winters ist das Gefühl gekommen, dass ich auch ein anderes Leben kennenlernen möchte, das ich ja so gar nicht kenne“, erklärte Hauser.
Unabhängige Karriereentscheidungen
Hauser plant, nach ihrer aktiven Zeit neue Wege zu gehen und betonte, dass ihr Rücktritt nicht mit dem bevorstehenden Abschied ihrer Langzeittrainerin Sandra Flunger in Verbindung stehe. „Diese Entscheidungen sind unabhängig voneinander beschlossen worden. Jetzt beginnt für uns beide ein neuer Lebensabschnitt“, so Hauser.
Positive Entwicklung im österreichischen Biathlon
Mit Hauser verliert das österreichische Biathlonteam eine seiner prominentesten Sportlerinnen, doch es gibt Anzeichen für eine positive Entwicklung im Sport. „Es hat eine gute Entwicklung stattgefunden. Es macht mich stolz, da dabei gewesen zu sein“, kommentierte sie. Am Sonntag wird das Wettkampfwochenende mit der Verfolgung und dem anschließenden Massenstart abgeschlossen, wobei Hauser als einzige Österreicherin unter den besten 30 ins Rennen gehen wird.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Biathlon-Sport in Österreich zwar einen bedeutenden Athleten verliert, gleichzeitig jedoch auf eine vielversprechende Zukunft blickt, in der neue Talente bereitstehen, die die Entwicklungen vorantreiben werden.


