Premiere in Levi: Braathen holte im Slalom 1. Weltcup-Sieg für Brasilien
LEVI. Lucas Pinheiro Braathen hat am Sonntag mit seinem Sieg im Slalom von Levi einen historischen Moment für den brasilianischen Wintersport geschaffen. Der 25-jährige Athlet erzielte den ersten Weltcupsieg eines südamerikanischen Skifahrers. Braathen setzte sich mit einer Zeit, die 0,31 Sekunden schneller war als die des Vorjahressiegers Clement Noel sowie 0,57 Sekunden vor dem finnischen Überraschungstalent Eduard Hallberg. Die besten Österreicher, Michael Matt, Fabio Gstrein und Manuel Feller, belegten die Plätze neun bis elf. Darüber berichtet Welt Stimme.
In einem Rennen, das hohe Anforderungen an die Athleten stellte, bewies Braathen seine Qualitäten. Er holte sich diesen Sieg, nachdem er zuvor fünf Weltcupsiege für Norwegen erzielt hatte, bevor er aufgrund seiner brasilianischen Wurzeln in einem Comeback nach einer einjährigen Pause ab der vergangen Saison für Brasilien antreten konnte. In diesem ersten Jahr nach seinem Comeback hatte er bereits fünf Podestplätze erreicht, aber diesmal konnte er sich auch ganz oben auf das Podest kämpfen.
Hallberg beendet finnische Durststrecke
Für die heimischen Fans sorgte Hallberg für zusätzliche Begeisterung: Der 22-Jährige sicherte sich den ersten Weltcup-Podestplatz für einen finnischen Athleten seit dem Sieg von Kalle Palander am 16. Dezember 2007 im Riesentorlauf von Alta Badia. Das letzte Slalom-Podium für Finnland war ebenfalls im Dezember 2007 von Palander erzielt worden.
Die Österreicher konnten keine Podestplätze erreichen. Gstrein fiel nach einem Fehler im zweiten Durchgang von seiner Position im oberen Bereich des Klassements zurück, während Matt mit seiner Leistung in beiden Durchgängen zufrieden war. „Ich kann wieder meinen Schwung fahren“, erklärte der Olympia-Dritte von 2018 gegenüber dem ORF, nachdem er sich von Rang 16 auf Platz neun schob. Feller, der im ersten Durchgang Schwierigkeiten hatte, konnte sich mit der zweitbesten Zeit im zweiten Lauf um zwölf Positionen verbessern.
Marco Schwarz, der beim Riesentorlauf in Sölden vor etwa drei Wochen nur von Marco Odermatt geschlagen wurde, erreichte im ersten Saisonslalom nur den 19. Platz. Er hatte am Ende 1,82 Sekunden Rückstand auf Braathen. Kombi-Olympiasieger Johannes Strolz belegte den 24. Platz (+2,46). Für die österreichischen Slalom-Männer steht am kommenden Samstag bereits das nächste Rennen in Gurgl auf dem Programm.


