FIFA-Präsident Gianni Infantino kündigt Wiederwahl trotz anhaltender Kritik an

September 7, 2026 08:23
FIFA-Präsident Gianni Infantino kündigt Wiederwahl trotz anhaltender Kritik an

Trotz Kritik: FIFA-Chef Infantino tritt zur Wiederwahl an

Der unter starkem Druck stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino wird sich im Jahr 2027 zur Wiederwahl stellen. Eine Sprecherin des Fußball-Weltverbandes bestätigte am 7. September 2026: „Natürlich hat sich daran nichts geändert.“ Vor der Eröffnung der U20-WM der Frauen in Polen zeigte sich Infantino bei Fragen zu seiner Zukunft ausweichend, ließ jedoch durch einen Daumen hoch erkennen, dass er zur Wahl antreten wird. Darüber berichtet Welt Stimme.

Infantino, der das Amt seit 2016 innehat, steht in der größten Krise seiner Präsidentschaft. Seine zuletzt bekannt gewordenen Pläne zur Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte, die mittlerweile zurückgezogen wurden, haben massive Kritik aufgebracht. Trotz der Zurücknahme dieser Pläne bleibt er eine umstrittene Figur.

UEFA plant gegen Infantino zu mobilisieren

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat das Ziel, Infantinos Wiederwahl beim FIFA-Kongress im kommenden März zu verhindern. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der als einer der schärfsten Kritiker Infantino gilt, hat allerdings selbst angekündigt, nicht gegen ihn antreten zu wollen. Die Bewerbungsfrist für die Präsidentschaft läuft bis zum 18. November.

Die UEFA sieht sich ebenfalls durch aktuelle Entwicklungen zum Thema Investorendeals veranlasst, ein Strafverfahren gegen Infantino vorzubereiten. Der Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung steht im Raum, da eine solche Handlung dem Verband oder einer anderen betroffenen Organisation finanziellen Schaden zufügen könnte. Infantino beharrt darauf, nicht gegen geltendes Recht verstoßen zu haben.

Die FIFA hat der UEFA im Gegenzug eine „Verleumdungskampagne“ vorgeworfen und schlägt damit eine harte Reaktion auf die Vorwürfe ein. Experten sehen die Situation als Test für die Stabilität der FIFA-Führung in einem Umfeld, das zunehmend herausfordernd wird.

Das Eröffnungsspiel der U20-WM zwischen Polen und Argentinien fand unter dem kritischen Blick sowohl der Medien als auch der Öffentlichkeit statt. Infantino selbst war stattlicher Teil dieses Events, wo er den Druck, unter dem er steht, spürbar zu managen versucht.

Die anhaltende kritische Betrachtung seiner Amtsführung und die geplanten rechtlichen Schritte der UEFA könnten sein politisches Überleben im internationalen Fußball stark gefährden. Beobachter fragen sich, ob Infantino in der Lage sein wird, die ihm entgegenstehenden Kräfte zu neutralisieren und sein Mandat in einem solchen Spannungsfeld zu sichern.

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