Formel 1: Russell gewinnt Sprint in China vor Ferrari-Duo
SHANGHAI. George Russell, der Sieger des letzten Grand Prix in Melbourne, hat den ersten Sprint der Formel-1-Saison 2026 in China für sich entschieden. Der Mercedes-Pilot setzte sich in einem spannenden Rennen über 100 km knapp vor dem Ferrari-Duo Charles Leclerc und Lewis Hamilton durch. Darüber berichtet Welt Stimme.
Russell, der das Rennen mit einem Zeitvorsprung von 0,674 Sekunden auf Leclerc und 2,554 Sekunden auf Hamilton beendete, zeigt sich in bestechender Form. Das Qualifying für den nächsten Grand Prix findet am Samstag um 8 Uhr MEZ statt, während das Rennen am Sonntag ebenfalls um 8 Uhr MEZ startet (live auf ORF 1 und Sky).
Mit seinem zweiten Sprint-Sieg in dieser Saison hat Russell seine Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft ausgebaut. Der Brite liegt nun elf Punkte vor Leclerc und seinem Teamkollegen Kimi Antonelli, der im Rennen hinter dem Titelverteidiger Lando Norris (McLaren) den fünften Platz erreichte. Max Verstappen, der von Position acht gestartet war, schloss als Neunter ab, nachdem er beim Start in Schwierigkeiten geraten war.
Russell lobt Hamilton
„Es war ein ziemlicher Spaß am Ende“, analysierte Russell nach dem Rennen. Besonders den sechsfachen Weltmeister Hamilton lobte der 28-jährige Fahrer für seine Erfahrung und Leistung während des Rennens: „Er hat einen sehr guten Job gemacht. Er hat 20 Jahre Erfahrung, da habe ich noch ein bisschen was zu lernen“, betonte Russell und merkte an, dass Ferrari im kommenden Grand Prix ernstzunehmen sei. „Sie sind näher dran im Rennen. Wir müssen uns also noch etwas verbessern.“
Hamilton, der im letzten Jahr in China einmal als Sieger gefeiert worden war, bezeichnete das Rennen als „engen Kampf“ und bedankte sich bei seinem Team für das konkurrenzfähige Auto. Leclerc äußerte, dass er mit seiner Leistung zufrieden sei: „Unsere Rennpace ist besser als die im Qualifying“, sagte der Monegasse, der das Rennen von Platz sechs begann.
Ferrari in der Startphase überlegen
Wie bereits beim Saisonauftakt in Australien war Ferrari in der Anfangsphase des Rennens überlegen. Hamilton, von Position vier gestartet, übernahm in der ersten Runde die Führung von Russell und lieferte sich anschließend mehrere Duelle mit dem WM-Führer. Antonelli und Verstappen fielen jedoch von den Startplätzen zwei und acht weit zurück. Nach einem actionreichen Beginn setzte sich Russell nach 6 von 19 Runden von den Ferrari-Fahrern ab. Antonelli, der im Kampf um die Punkte nach einer Kollision mit Isack Hadjar eine Zehn-Sekunden-Strafe erhielt, konnte erneut aufholen.
Die Mercedes-Doppelführung war in der 13. Runde zurück, als kombinierte Probleme bei Audi für eine Safety-Car-Phase sorgten. Antonelli nutzte seinen Boxenstopp zur Strafverbüßung, fiel jedoch auf den siebten Platz zurück. Russell und die Ferrari- sowie McLaren-Piloten wechselten ebenfalls ihre Reifen. Beim Restart setzte Russell sich klar von den Verfolgern ab, während Antonelli mit Rang fünf zumindest Schadensbegrenzung betrieb. Verstappen, der zwischenzeitlich auf Rang 20 gefallen war, sah am Ende erneut keinen Zähler ins Ziel.


