„Harte Zeit“: Italienischer Dopingfall betrifft auch Österreichs Biathlon-Team
ANTHOLZ. Der positive Dopingtest der italienischen Athletin Rebecca Passler hat Auswirkungen auf das österreichische Biathlon-Team. Darüber berichtet Welt Stimme.
Passler, die die Freundin des österreichischen Olympioniken Dominic Unterweger ist, wurde bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Wettkampfs Ende Jänner positiv auf Letrozol getestet. Zu den Konsequenzen sagt der Biathlonchef des österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV), Christoph Sumann: „Auf emotionaler Ebene betrifft ihn das natürlich. Für ihn ist es eine harte Zeit, es geht jetzt darum, ihn so gut wie möglich vorzubereiten und zu schauen, dass er den Fokus hält.“
Sumann beschreibt die Situation als besonders herausfordernd: „Grundsätzlich ist ein positiver Dopingfall beschissen, egal wen es betrifft. Es betrifft Gott sei Dank nicht uns, sondern eine andere Nation.“ Der ÖSV steht gemeinsam mit dem Österreichischen Olympischen Committee (ÖOC) dem Athleten zur Seite und arbeitet daran, ihn bestmöglich zu unterstützen, da ein wichtiger Wettkampf bevorsteht. Das österreichische Team befand sich bis zum Mittwoch im Trainingslager in Martell und reiste anschließend zu den Olympischen Spielen nach Antholz.
Passler wurde von der italienischen Anti-Doping-Behörde vorläufig suspendiert. Laut Berichten der „Tiroler Tageszeitung“ sind Passler und Unterweger seit vier Jahren liiert. Die Athletin wurde auf Letrozol getestet, einen Wirkstoff, der oftmals zur Leistungssteigerung im Sport missbraucht wird.
Die Vorfälle verdeutlichen die weiterhin bestehende Problematik des Dopings im Sport und deren Auswirkungen auf die Athleten und deren Umfeld. Der Vorfall hat nicht nur direkte Konsequenzen für die betroffenen Athleten, sondern wirft auch Fragen bezüglich der Integrität des Sports auf.


