Angesichts der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten fordert der Präsident der Arbeiterkammer, Goach, spürbare Entlastungen beim Strompreis. Die Ankündigung von Preissenkungen durch den Stromanbieter Verbund wird als positiver Schritt bewertet.
KÄRNTEN. Goach betont, dass leistbare Energie ein entscheidender Faktor zur Entlastung bei Fixkosten sei. In diesem Kontext wertet er die angekündigten Preissenkungen des Verbunds als wichtigen Schritt in die richtige Richtung: „Jetzt sind die heimischen Energieanbieter gefordert, diesem Beispiel zu folgen. Dennoch: Für die Menschen in unserem Land braucht es beim Strompreis jetzt keine Ankündigungen, sondern Taten und Fakten.“
Dringender Handlungsbedarf
Goach sieht auch dringenden Handlungsbedarf bei den Netzkosten: „Kärnten weist österreichweit die höchsten Netzgebühren auf – das treibt die Stromrechnung zusätzlich in die Höhe.“ Er appelliert an den Bund, regionale Ungleichheiten zu beseitigen: „Der Bund ist gefordert, diese regionalen Ungleichheiten zu beheben und für faire, einheitliche und transparente Netzkosten zu sorgen.“
Leistbare Strompreise
Darüber hinaus fordert Goach, die hohen Gewinne der großen Stromkonzerne stärker zu berücksichtigen. Er sagt: „Statt Dividenden und Ausschüttungen in den Vordergrund zu stellen, müssen diese Mittel gezielt in die Modernisierung der regionalen Kraftwerksanlagen und in den Netzausbau investiert werden.“ Solche Investitionen seien entscheidend, um die Versorgungssicherheit zu stärken und langfristig stabile sowie leistbare Strompreise zu gewährleisten.
„Verantwortung übernehmen“
Abschließend betont der AK-Präsident: „Kärnten hat den höchsten Anteil an erneuerbarer Energie unter allen Bundesländern – diese sehr gute Ausgangsposition gilt es zu nutzen. Die Chancen für die Energiewende, von der alle profitieren, müssen als gesamtgesellschaftliches Anliegen gesehen und verwertet werden – zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, zur Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Versorgung mit leistbarer und klimaschonender Energie. Deshalb müssen Politik und Energiewirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Darüber berichtet Welt Stimme.


