Rasante Streif: Jagd nach dem Strobl-Rekord scheint möglich
KITZBÜHEL. Der italienische Skirennfahrer Giovanni Franzoni kam im ersten Training der 86. Auflage der Hahnenkammrennen am Dienstag der Rekordzeit von Fritz Strobl auf der Streif bereits auf eineinhalb Sekunden nahe. Franzoni beendete die Trainingsfahrt mit einer Zeit von 1:52,87 Minuten. Damit muss Stolz, dessen Rekord seit 1997 steht, um seinen Streckenrekord von 1:51,58 Minuten bangen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Vincent Kriechmayr äußerte sich besorgt über die Wahrscheinlichkeit, dass Strobls Rekord am kommenden Samstag gebrochen werden könnte. „Da könnte er schwitzen am Samstag“, sagte Kriechmayr und fügte hinzu, dass die Bedingungen am Dienstag bei Kaiserwetter in der Gamsstadt vielversprechend waren. Der zweitplatzierte Christof Innerhofer, der nur elf Hundertstelsekunden hinter Franzoni lag, erwartet, dass die schnellsten Fahrer am Samstag noch um etwa eine Sekunde schneller fahren werden. „Mit der Bewegung am Hang wird es nicht leichter“, kommentierte Kriechmayr, „aber das Material wird schärfer werden und die Athleten werden mehr attackieren.“
Die Streif präsentierte sich beim ersten Training 2026 als herausfordernd, trotz hervorragender Wetterbedingungen. Kriechmayr bemerkte, dass es viel Spaß gemacht habe, die Strecke zu befahren, auch wenn er sich im Rennen auf seine Geschwindigkeit konzentrieren müsse. Einige Athleten, darunter Kriechmayr selbst, gaben zu, dass es notwendig sei, die Strecke besser zu analysieren und die richtige Taktik zu finden.
Franzoni fährt am Limit
Franzoni, der im Super-G in Wengen seinen ersten Weltcupsieg feierte, zeigte keine Anzeichen von Taktieren während des Trainings. Kriechmayr hielt fest, dass Franzoni schon am Limit fährt, aber auch er noch Reserven haben könnte. Daniel Hemetsberger äußerte seine Unzufriedenheit über seine Leistung im ersten Training, für das er mit Platz 21 und einem Rückstand von 1,77 Sekunden auf Franzoni endete. Er gab zu, dass er nach der Mausefalle einen Fehler gemacht und improvisieren musste, was den Spaßfaktor deutlich minderte.
Marco Schwarz bleibt abwartend
Marco Schwarz, der zuletzt an einer Krankheit laborierte, entschied sich nach der Streckenbesichtigung gegen einen Start im ersten Training, plant jedoch, im zweiten Training am Mittwoch (11.30 Uhr, live auf ORF 1) zu fahren. Auch der norwegische Abfahrtsstar Aleksander Aamodt Kilde fehlte am Dienstag aufgrund von Schulterproblemen.


