Janine Flock führt nach erstem Lauf im Skeleton bei Olympischen Spielen in Cortina

Feber 13, 2026 22:39
Janine Flock führt nach erstem Lauf im Skeleton bei Olympischen Spielen in Cortina

Flock greift von Zwischenrang eins im Skeleton nach Medaille

CORTINA D’AMPEZZO. Janine Flock hat sich mit einer überzeugenden Leistung zur Halbzeit des Skeleton-Rennens der Olympischen Winterspiele in Cortina D’Ampezzo in eine hervorragende Position gebracht. Die 36-jährige Tirolerin führt nach dem ersten Durchgang, während sie gleichzeitig im Wettkampf um ihre erste olympische Medaille steht. Ihr Vorsprung auf die beiden Deutschen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer beträgt lediglich 0,04 bzw. 0,13 Sekunden. Die Entscheidung über die Medaillen fällt in zwei weiteren Läufen am Samstag (ab 18.00 Uhr). Darüber berichtet Welt Stimme.

Flock zeigte sich nach ihrem Lauf optimistisch und äußerte: „Jetzt verfolgen mich die starken deutschen Damen, da wird es sehr, sehr spannend. Aber das ist Wettkampf, und ich freue mich auf morgen, wenn es weitergeht.“ Sie lobte den Zustand der Bahn und signalisierte, dass sie mit ihrer bisherigen Leistung zufrieden sei: „Ich möchte einfach den Fluss mitnehmen und die Läufe morgen genießen.“

Gelungener Start mit Nummer 1

Im ersten Lauf stellte Flock mit einer Zeit von 57,22 Sekunden einen Bahnrekord auf und setzte sich damit an die Spitze des Rankings. Sie lag dabei 0,02 Sekunden vor Kreher und 0,19 Sekunden vor der Britin Tabitha Stoecker. Flock eröffnete das Rennen mit der selbst gewählten Startnummer 1 und betonte: „Es ist wunderschön, wenn man ein olympisches Rennen mit der Nummer eins eröffnen darf.“ Ihre Rivalinnen zeigten im ersten Lauf teils schwächere Leistungen, zeigten sich im zweiten Lauf jedoch verbessert. Pfeifer stellte mit einer Zeit von 57,18 Sekunden den neuen Bahnrekord auf und übernahm damit die Führung.

Flock konnte im zweiten Lauf mit der zweitbesten Laufzeit Kreher noch einmal zwei Hundertstelsekunden abnehmen. Stoecker und die britische Mitfavoritin Freya Tarbit belegten nach zwei Durchgängen die Plätze fünf und sechs und lagen bereits mehr als 0,5 Sekunden zurück. Die Gesamtweltcupsiegerin Kim Meylemans aus Belgien landete trotz ihrer Ambitionen auf dem achten Platz.

Gesundheitliche Probleme überwunden

Flock, die Anfang Jänner im Training eine Gehirnerschütterung erlitten hatte und auch mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, erklärte im ORF: „Ich habe mir genügend Zeit gegeben. Deswegen stehe ich jetzt in einer guten Form da.“ Sie konnte auf ihre fahrerischen Fähigkeiten setzen, um in Cortina erfolgreich abzuschneiden.

Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang hatte Flock zur Halbzeit ebenfalls auf dem zweiten Platz gelegen. Trotz einer vielversprechenden Ausgangsposition reichte es am Ende nicht für eine Medaille. Bei ihren vorherigen Teilnahmen 2014 in Sotschi und 2022 in Peking war Flock jedoch jeweils nach dem ersten Tag aus der Medaillenvergabe ausgeschieden.

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