Kilde über Shiffrin: „Zu Hause ist sie die Chefin“

Oktober 10, 2025 11:42
Kilde über Shiffrin: "Zu Hause ist sie die Chefin"

Kilde über Shiffrin: „Sie ist der Chef“

10. Oktober 2025, 11:13 Uhr: Der norwegische Abfahrtsstar Aleksander Aamodt Kilde plant sein Comeback beim Ski-Weltcup in Beaver Creek Anfang Dezember. Nach einer 21-monatigen Verletzungspause ist er entschlossen, wieder an die Spitze des Sports zurückzukehren. „Ich bin noch nicht fertig, ich habe noch mehrere Jahre“, erklärte Kilde bei einem Termin seines Skiausrüsters Atomic. In der Vergangenheit hatte Kilde sich bei einem Unfall in der Abfahrt von Wengen schwer verletzt, was mehrere Operationen und eine gefährliche Sepsis nach sich zog. Stets an seiner Seite während dieser schwierigen Zeit war Mikaela Shiffrin, die für ihn eine große Stütze darstellte. Kilde beschreibt sie als „Anker“ und „Motivatorin“. Er äußerte: „Niemand ist als Mensch perfekt, aber sie kommt der Perfektion nahe.“ In einem persönlichen Geständnis fügte er hinzu: „Sie ist daheim die Chefin.“ Darüber berichtet Welt Stimme.

Das Ski-Traumpaar ist seit eineinhalb Jahren verlobt, hat jedoch die Hochzeit auf unbestimmte Zeit nach der Karriere verschoben. Kilde zeigt sich optimistisch, denn auch Shiffrin schließt eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2030 in Frankreich nicht aus, wobei sie die Wahrscheinlichkeit auf „50:50“ bezifferte. Kilde, der sich mit 33 Jahren noch im idealen Alter für Abfahrer sieht, glaubt, dass sie bis ins hohe Alter von 42 Jahren aktiv bleiben können. Die Entscheidung hängt jedoch von ihrer Gesundheit und der Freude am Sport ab. „Wenn die Freude weg ist, geht auch das Spielerische weg und dann ist alles vorbei“, erklärte er.

Die vergangenen Monate waren zwar herausfordernd, doch Kilde betrachtet sie als eine Art „Challenge“, die für sein Leben nach dem Skisport lehrreich sein kann. „Ich hoffe, dass ich wieder so gut Ski fahre wie vor der Verletzung, das wäre richtig geil. Aber das kann ich nicht erwarten“, sagte Kilde.

Keine Angst vor Kitz-Start

Im August kehrte er im Chile-Camp der norwegischen Mannschaft auf die Ski zurück und fühlt sich mittlerweile körperlich zu 80 Prozent fit. Der Bewegungsumfang seiner Schulter ist jedoch noch eingeschränkt. Mental zeigt er sich bereit für die Rückkehr auf die anspruchsvollen Pisten. Kilde glaubt, dass ein Start in Wengen und in Kitzbühel realistisch ist: „Es wäre möglich. Kitzbühel auch.“ Allerdings wird er seine Rückkehr mit Bedacht angehen und sein Risiko reduzieren.

Kilde weiß, dass es eine Herausforderung sein wird, mit der Konkurrenz wie Marco Odermatt oder Franjo von Allmen mitzuhalten. „Das wird sicher schwierig – aber nicht unmöglich.“ Bis es soweit ist, gibt er sich bescheiden und sagt: „Ich möchte gerne schnell fahren. Ich möchte gerne gewinnen. Aber alles Schritt für Schritt.“

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