Vorfall beim ÖFB-Spiel: Loch im Rasen sorgt für Unterbrechung
LINZ. Bei der WM-Qualifikationspartie zwischen Österreich und Zypern am 7. September 2025 kam es erneut zu einem Vorfall, der die Zuschauer und Spieler erstaunte. Ein Loch im Rasen der Raiffeisen Arena an der Strafraumgrenze erforderte eine Spielunterbrechung von sieben Minuten. ÖFB-Goalie Alexander Schlager schätzte die Tiefe des Schadens auf 30 bis 40 Zentimeter. Darüber berichtet Welt Stimme.
Bereits im Juni 2022 wurde ein ähnlicher Vorfall im Wiener Happel-Stadion bei einem Spiel gegen Dänemark registriert. Damals war die Beseitigung des Schadens auf Probleme im Unterbau des Rasens zurückzuführen. Kevin Danso, der als erster auf das Loch aufmerksam machte, alarmierte den dänischen Schiedsrichter Jakob Kehlet, der daraufhin das Spiel unterbrach, um Verletzungsrisiken zu vermeiden.
Die umgehende Behebung des Problems durch Füllmaterial sorgte zwar dafür, dass das Spiel fortgesetzt werden konnte, doch der Vorfall trug dazu bei, dass sich Ralf Rangnick, der bereits in der Vergangenheit als ÖFB-Teamchef tätig war, an die Running-Gag-Situation aus der ersten Begegnung mit Dänemark erinnert fühlte.
Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH, erklärte gegenüber der APA, dass der aktuelle Vorfall „unangenehm und kurios“ sei, aber im Gegensatz zu 2022 kein grundlegendes Problem mit dem Unterbau vorlägen. „Der Zwischenfall in Linz hatte zwar eine Unterbrechung zur Folge, konnte aber mit einfachen Mitteln rasch behoben werden. Wir werden dem nachgehen und mit dem LASK aufarbeiten, was der Grund war“, kündigte Neuhold an.
Die Raiffeisen Arena wurde erst 2023 eröffnet, was die Bedenken bezüglich der Qualität des Rasens verstärkt. Neuhold betonte, dass es wichtiger sei, dass keine Spieler verletzt wurden und der Schaden schnell behoben werden konnte. Die Spieler des ÖFB zeigten sich in diesem Zusammenhang gelassen; David Alaba bemerkte, dass er so etwas in seiner gesamten Fußball-Karriere noch nie erlebt habe, während Michael Gregoritsch das Problem als „Pech“ bezeichnete und die generelle Pflege des Platzes anmahnte.
Insgesamt muss die Situation als weiteres Signal verstanden werden, dass bei der Wartung von Sportstätten auf hochprofessionelle Standards geachtet werden muss, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Das Sportumfeld in Österreich steht in der Verantwortung, die Rahmenbedingungen für Spieler und Zuschauer konstant zu optimieren und aufrechtzuerhalten.


