Zeilers Wirtschaftsversprechen braucht Inhalt

Oktober 5, 2026 16:11
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Gerhard Zeiler würde der SPÖ als Parteivorsitzender einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs geben, hält ein Leitartikel fest. Der Text sieht in seinem Ruf nach mehr Wachstum einen Hinweis auf eine Schwachstelle nicht nur der Partei, sondern auch Österreichs.

Die bisherige Bewerbung des 71-jährigen Medienmanagers kreise stark um seine Person, schreibt der Beitrag von Kathrin Gulnerits im News Magazin. Welche politischen Unterschiede Zeiler zu Andreas Babler tatsächlich ziehen würde, bleibe dagegen bisher unscharf.

Zeiler spreche selbst von einem „wirtschaftsfreundlichen Kurs“ und stelle diesen einem Kurs Bablers gegenüber, mit dem die SPÖ bei 15 oder 16 Prozent liege. Zugleich betone er Wachstum als Priorität Nummer eins.

Der Leitartikel hält dagegen, dass Österreich wirtschaftlich an Dynamik verliere. Als Belege nennt er, dass die Republik im zweiten Quartal als einziges EU-Land gegenüber dem Vorquartal geschrumpft sei, im World Competitiveness Ranking des IMD auf Platz 29 von 70 Volkswirtschaften liege und im Foreign Direct Investment Confidence Index von Kearney auf Rang 25, dem letzten ausgewiesenen Platz, stehe.

Aus Sicht des Kommentars genügt das Bekenntnis zu einem anderen Kurs nicht. Wer Verteilung wolle, müsse sich zwingend dafür interessieren, was erwirtschaftet werde, heißt es im Text. Entsprechend fordert er Antworten zu Steuern, Regulierung, Energie, Arbeitszeit und Investitionen.

Zeiler sagt in dem Beitrag auch: „Ich kann es und ich will es.“ Auf die Frage, warum ihn die SPÖ brauche, antwortet er: „Ich habe noch nie in meinem Leben wo gearbeitet, wo ich nicht gewollt bin.“ Den Gegensatz zu Babler beschreibt er als „ganz klare Wahl“.

Der Artikel ordnet diese Debatte auch in die Personalisierung der Politik ein. Er verweist zudem darauf, dass der aktuelle SPÖ-Parteivorsitzende erst vor wenigen Monaten bestätigt worden sei und Zeiler zugleich einen anderen, wirtschaftsfreundlicheren Kurs und das bestehende Regierungsprogramm abarbeiten wolle.

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