ÖFB-Team trainiert in Paphos und bleibt unbeeindruckt von Erdbeben

November 12, 2025 18:44
ÖFB-Team trainiert in Paphos und bleibt unbeeindruckt von Erdbeben

WM-Qualifikation: Österreichs Nationalteam und die Erdbeben auf Zypern

PAPHOS. Während eines Trainingslagers in Paphos erlebte Österreichs Nationalteam mehrere Erdbeben. Das erste Erdbeben mit einer Stärke von 5,2 war rund 13 Kilometer vom Trainingsgelände entfernt und blieb für die meisten Spieler unbemerkt, da sie das Aufwärmprogramm fortsetzten. Unerschütterlich zeigt sich das Team auch in Bezug auf die bevorstehende WM-Teilnahme, die mit einem Sieg gegen Zypern am kommenden Samstag (18 Uhr, ORF 1) gesichert werden könnte. Darüber berichtet Welt Stimme.

Nach anfänglicher Ignoranz gegenüber der Erschütterung äußerte Patrick Wimmer mit einem Lächeln, dass einige Spieler möglicherweise die Erschütterungen nicht wahrgenommen hätten, während andere sich im Teamhotel des Tages eines Erdbebens der Stärke 5,9 und eines kleineren Nachbebens bewusst wurden.

Mittelfeldspieler Christoph Baumgartner beobachtete eine „Extra-Spannung“ innerhalb der Mannschaft, die jedoch nicht mit den Erdbeben zusammenhing, sondern mit der bevorstehenden Herausforderung auf dem Spielfeld. „Wir haben uns lange auf diesen Moment vorbereitet, jetzt kommt er endlich“, sagte der 26-Jährige. Er betonte, dass eine gewisse Nervosität in kritischen Spielen normal sei, und es „besser sei, ein wenig angestachelt zu sein“ als zu passiv aufzulaufen.

Baumgartner hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er in entscheidenden Momenten zur Stelle ist. So erzielte er bei der EM 2021 das entscheidende Tor gegen die Ukraine und sicherte damit das Weiterkommen ins Achtelfinale. Diese Qualifikationsphase für die EM 2024 zeigte ebenfalls seine Wichtigkeit, als er beide Tore beim 2:0 gegen Schweden erzielte und während des Turniers gegen Polen ein weiteres Tor beisteuerte. „Diese Spiele sind ein extra Kitzel. Aber letztendlich zählen die Tore nicht – ich will einfach, dass wir die beiden Spiele bestreiten, um bei der WM dabei zu sein“, erklärte Baumgartner.

Für die Österreicher wäre ein Sieg gegen Zypern entscheidend, vorausgesetzt, Rumänien unterstützt sie gegen Bosnien-Herzegowina. Baumgartner bemerkte, dass durch die knappe Niederlage von 0:1 gegen Rumänien vor einem Monat, das Team es sich hätte einfacher machen können, aber er sieht den aktuellen Stand als durchaus akzeptabel an.

Österreich zielt auf die WM-Endrunde ab

Der Wille des ÖFB-Teams, bei der nächsten Weltmeisterschaft dabei zu sein, steht außer Frage. Baumgartner äußerte: „Wir sind bereit und haben ein super Gefühl.“ Er stellte jedoch auch klar, dass die bisherigen Leistungen in der Qualifikation nicht durchweg überzeugend waren: „Einerseits war es souverän, andererseits noch nicht das Niveau, das wir in der Lage sind zu zeigen.“ Trotz alledem betonte er, dass man nicht nervös werden müsse, da am Ende nur das Resultat zählt.

Das letzte Mal, dass Österreich 1998 an einer WM-Endrunde teilnahm, ist noch gut in Erinnerung. Seither hat sich die Nationalmannschaft in den Qualifikationen, zuletzt mit vierten Plätzen, stetig den Zugang zur WM verwehrt. Das Team hat nun jedoch die Gelegenheit, in den bevorstehenden beiden Spielen, den Traum von einer WM-Teilnahme nach 28 Jahren zu verwirklichen, beginnend mit dem bevorstehenden Heimspiel im Ernst-Happel-Stadion gegen Bosnien-Herzegowina am Dienstag (20.45 Uhr, Servus TV).

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