Österreichs Davis-Cup-Team verliert entscheidendes Doppel gegen Ungarn
DEBRECEN. Österreichs Tennis-Männer haben im Davis-Cup-Duell gegen Ungarn am Samstag, dem 13. September 2025, den ersten Matchball vergeben. Alexander Erler und Lucas Miedler unterlagen in Debrecen dem ungarischen Duo Fabian Marozsan und Zsombor Piros mit 6:7(4), 6:7(2) und verkürzten damit den Rückstand im Best-of-Five-Duell auf 1:2. Das Team, dass zuerst drei Siege erringt, qualifiziert sich für das Finalturnier in Bologna. Darüber berichtet Welt Stimme.
Obwohl Erler und Miedler als Favoriten in die Begegnung gingen, verloren sie einen ersten Satz, den sie mehrfach hätten gewinnen können. Im Tiebreak des ersten Satzes lagen sie mit 4:2 in Führung, doch die Ungarn entschieden den Satz mit fünf Punkten in Serie für sich, nachdem Erler und Miedler zuvor bei 6:5 und 40:15 zwei Satzbälle vergeben hatten.
Entscheidende Punkte bleiben ungenutzt
Im zweiten Satz sahen sich die Österreicher einem kritischen Breakball gegenüber, den sie abwehren konnten. Beide Teams gelangten erneut ins Tiebreak, wo die Ungarn schnell 6:2 in Führung gingen. Piros nutzte den ersten von vier Matchbällen mit einem Volley zum Satz- und Spielgewinn.
„Vom Papier müssten wir es gewinnen“, erklärte Miedler nach der Niederlage im ORF. „Aber wir haben ja noch zwei Partien.“ ÖTV-Kapitän Jürgen Melzer bedauerte eine „Riesenchance“ und merkte an, dass die Ungarn in den entscheidenden Momenten besser waren.
Das österreichische Team spielte ohne seine besten Einzelspieler. Sebastian Ofner war aufgrund körperlicher Beschwerden ausgefallen, und Filip Misolic musste kurzfristig wegen Krankheit abreisen. Jurij Rodionov und der Ersatzmann Neumayer brachten das ÖTV-Team dennoch mit überraschenden Drei-Satz-Siegen gegen die höher eingeschätzten Marozsan und Marton Fucsovics mit 2:0 in Führung.
Ein weiterer Sieg eines der beiden verbleibenden Österreicher ist nun notwendig, um die Chance auf das Erreichen des Davis-Cup-Viertelfinales aufrechtzuerhalten. Neumayer wird dabei nicht wie geplant auf Marozsan treffen, sondern gegen den im Doppel starken Piros antreten, was die Situation zusätzlich spannend macht.


